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Identifikationssystem im UHF-Bereich für Industrie und Handele

08.09.2004


Seine RFID-(Radio Frequency Identification)-Systeme erweitert Siemens Automation and Drives (A&D) in den UHF-(Ultra High Frequency)-Bereich. Diese Aktivität ist Bestandteil der Siemens-Initiative für Identifikations- und Logistikanwendungen in Industrie und Handel. Die UHF-Technik erlaubt große Distanzen zwischen Schreibleseeinheit und dem auf Produkt oder Ware befestigten Datenträger, dem so genannten Tag, bei gleichzeitig geringen Kosten je Tag. Die Bereiche A&D, Logistics and Assembly Systems (L&A) und Siemens Business Services (SBS) arbeiten gemeinsam daran, Industrie und Handel durchgängige RFID-Lösungen für deren gesamte Wertschöpfungskette anzubieten – von der Produktion der Waren über die Transport- und Lagerkette bis zum Einzelhandel und Kunden.




Für die 860- bis 956-Megahertz-UHF-Bänder in Europa und den USA entwickelt A&D eine neue RFID-Systemfamilie, bestehend aus Schreiblesegeräten in stationärer und Handheld-Ausführung sowie den dazugehörigen Tags für unterschiedliche Umgebungsbedingungen. Die Funktionalität entspricht den Anforderungen der Standards EPC-Global und ISO/IEC 18000-6. Die Schreiblesegeräte kommunizieren als Server via TCP/IP mit PC oder Simatic-Controllern. Auch lassen sich die Schreiblesegeräte ferngesteuert projektieren und diagnostizieren. Piloteinsätze sind für Ende 2004 vorgesehen, die Vermarktung der ersten Produkte ab Mitte des Jahres 2005, zeitgleich mit der kommerziellen Verfügbarkeit von EPC-Global Gen 2 Tags.



Hintergrundinformation:

Identifikation per RFID wird in mehreren Projekten des Handels vorangetrieben, um dessen Wertschöpfungskette zu optimieren. Unter anderem sollen die Lagerkosten verringert, die Versorgungskette transparenter und die Lieferkette, in allen Teilschritten von der Produktion der Ware bis zum Endkunden, nachvollziehbar werden. Zunehmend attraktiv für den Handel wird die RFID-Technik durch die gefallenen Halbleiter-Preise. Diese verbilligen insbesondere die Tags, den größten Kostenfaktor bei Logistiklösungen für Massenprodukte.

Bereits mehr als ein Dutzend große Logistikprojekte mit RFID-Technik hat Siemens realisiert, etwa bei Airbus, Kaufhof Warenhaus AG und Otto-Versand. Seit Juli 2004 beteiligt sich Siemens Business Services an der „Future Store Initiative” der Metro-Gruppe, in der unter anderen auch IBM, Intel und SAP zusammenarbeiten. Dort sollen neue Techniken und Ideen in praktischen Anwendungen ausgetestet werden, um langfristig RFID-Standards für den Handel zu entwickeln. Als Mitglied des EPC-Global-Gremiums arbeitet Siemens in den USA an diesen RFID-Standards.

RFID ist eine bewährte Technik, die seit geraumer Zeit zum Beispiel im Produktionsumfeld eingesetzt wird, um etwa die Automobilproduktion zu automatisieren. Siemens A&D liefert schon über 20 Jahre RFID-Technologie, mit weltweit mehr als einer Viertelmillion installierter Schreiblesegeräte. Das A&D-Portfolio besteht, unter dem Produktnamen Moby, aus mehreren RFID-Systemen für unterschiedliche Anwendungen in Produktion, Logistik und Distribution: beispielsweise für Container, Boxen und Ladungsträger, für Werkstückträger und Werkzeuge in Montagelinien, für Flughäfen und die Automobilproduktion oder für die Zufahrtskontrolle zu Firmengeländen und Parkhäusern.

Leseranfragen bitte unter Stichwort „AD 717“ an:
Siemens Automation and Drives, Infoservice, Postfach 23 48, D-90713 Fürth, Fax ++49 911 978-3321 oder E-Mail: infoserv@scn.de

Gerhard Stauß | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/moby

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