Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IST-Projekt zur Nutzung von "Augmented Reality" für Wartungsarbeiten in der Industrie

13.08.2004



Augmented Reality" mag wie ein futuristisches Konzept klingen. Für Techniker, die komplexe Reparaturen oder Wartungsarbeiten an industriellen Anlagen durchführen, bietet die Verfügbarkeit computerbasierter Informationen im persönlichen Sichtfeld während der Arbeit jedoch erhebliche Vorteile.


Über eine "Datenbrille" werden bei der Arbeit an einer Maschine kontextabhängig digitale Informationen in das Sichtfeld des Monteurs eingeblendet, so beispielsweise die einzelnen durchzuführenden Reparaturschritte.

Bei den derzeit vorhandenen Beispielen für den Einsatz dieser Technologie sind jedoch sperrige Hardwarekomponenten erforderlich, was die Nutzbarkeit deutlich einschränkt. In dem Versuch, eine wahrhaft mobile Lösung zu entwickeln, hat die Kommission nun ein spezifisches Forschungsprojekt namens ULTRA (ultra portable augmented reality for industrial maintenance applications) unter dem Themenbereich Technologien der Informationsgesellschaft (IST) des Sechsten Forschungsrahmenprogramms (RP6) ins Leben gerufen.


Die zentrale Zielsetzung des ULTRA-Projekts besteht darin, Augemented-Reality-Lösungen auf leichten mobilen Geräten nutzbar zu machen, z.B. Personal Digital Assistants (PDAs), Mobiltelefonen und anderen Handgeräten. Das Projektkonsortium, das sich aus drei europäischen Unternehmen und einem Forschungsinstitut aus Singapur zusammensetzt, muss bestimmte technische, ergonomische und wirtschaftliche Herausforderungen meistern, um das anvisierte Ziel zu erreichen.

Projektkoordinator Didier Stricker vom Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung erklärte: "Der Markt für 3D-Graphiken für Handgeräte, z.B. Pocket-PCs oder Mobiltelefone, ist im Kommen. Diese Geräte eignen sich perfekt für mobile Augmented Reality-Anwendungen. Sie sind sehr leicht, die Menschen sind mit ihrer Bedienung vertraut und sie umfassen alle erforderlichen Funktionen einschließlich Kamera und Telefonverbindung."

Man hofft, dass als Ergebnis des über 30 Monate angelegten Projekts ein kompaktes Computersystem entwickelt wird, einschließlich der geeigneten Software für Authoring, Ablaufsteuerung, Kontextmanagement, Telekonsultation und Augmented Reality. "Es ist wichtig, den gesamten Prozess zu betrachten. Alles beginnt mit der Erzeugung der digitalen Daten. Aus diesem Grund sind Authoring und Datenverwaltung im ULTRA-Projekt ebenso bedeutsam wie das Runtime-System", fügte Dr. Stricker hinzu.

Das Projekt soll europäische Fördermittel in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro erhalten und bis Anfang 2006 laufen. Der offizielle Startschuss für das ULTRA-Projekt fällt am 16. und 17. September bei einer Veranstaltung in Darmstadt, Deutschland.

| cn
Weitere Informationen:
http://www.ist-ultra.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Cybersicherheit für die Bahn von morgen
24.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE