Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"DFNRoaming": Drahtloser Netzzugang auch auf Forschungsreisen

03.08.2004


Drahtloser Netzzugang auch auf Forschungsreisen


Die TU Chemnitz zählt zu den ersten Einrichtungen, die innerhalb des Deutschen Forschungsnetzes ein problemloses "Roaming" ermöglichen

An den Hochschulen ist der drahtlose Netzzugang WLAN (Wireless Local Area Network) weiter auf den Vormarsch. Jedoch hatten bislang Wissenschaftler und Studierende, die mit ihrem WLAN-fähigen Laptop den heimischen Campus in Richtung einer anderen Hochschule verlassen hatten, ein Problem: Die Nutzung der Netzzugangs-Infrastruktur des Gastgebers war mit erheblichem Verwaltungsaufwand für Nutzer und Netzverwalter verbunden. So mussten Formulare ausgefüllt und Bescheinigungen eingeholt werden, um einen temporären Netzzugang zu erhalten. Alternativ kann man zwar Mobiltelefonnetze (einschließlich UMTS) nutzen, doch die sind normalerweise zu teuer und oft auch zu wenig leistungsfähig.


Deshalb ging die TU Chemnitz gemeinsam mit anderen Mitgliedseinrichtungen des Vereins zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes e. V. (DFN) einen neuen Weg: Ähnlich wie es einem Touristen fern der Heimat hilfreich ist, an einem Geldautomaten einer beliebigen Bank seine Reisekasse aufzufüllen, sollen auch Wissenschaftler oder Studierende an einer anderen wissenschaftlichen Einrichtung einen unkomplizierten Zugang zu Ressourcen ihrer Heimateinrichtung und zum weltweiten Internet erhalten. Dieses Verfahren des gegenseitigen Bereitstellens der Infrastruktur für "Kunden" anderer Anbieter wird als "Roaming" bezeichnet und ist beispielsweise aus dem Bereich der Mobiltelefonie bekannt.

Unter Koordination des DFN-Vereins wurde ein "Roaming" zwischen den Infrastrukturen von derzeit 60 teilnehmenden Einrichtungen organisiert. Der Wissenschaftler oder der Student kann nun die beim Gastgeber vorhandene Wireless-LAN-Infrastruktur nutzen. Beim Herstellen der Verbindung wird über das Internet in seiner Heimateinrichtung nachgefragt, ob er die entsprechenden Berechtigungen besitzt. "Die Technische Universität Chemnitz überführte als eine der ersten Hochschulen dieses Verfahren in die praktische Nutzung", berichtet Prof. Dr. Uwe Hübner, Leiter des Universitätsrechenzentrums. Nach einer Testphase Ende 2003 ist das "DFNRoaming" derzeit im Pilotbetrieb. Für die Zukunft ist eine Ausdehnung auf Forschungsnetze in Nachbarländern oder die WLAN-Infrastruktur anderer Anbieter in Aussicht.

Weitere Informationen geben Prof. Dr. Uwe Hübner, Telefon (03 71) 5 31 - 14 64, und Jens Junghänel, Telefon (03 71) 5 31 - 17 56.

Mario Steinebach | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Berichte zu: Drahtlos Forschungsnetz Forschungsreise Netzzugang

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Brain-Computer-Interface: Wenn der Computer uns intuitiv versteht
18.01.2017 | Technische Universität Berlin

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie

Vom Feld in die Schule: Aktuelle Forschung zu moderner Landwirtschaft für den Unterricht

23.01.2017 | Bildung Wissenschaft

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten