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Schwimmendes intelligentes Heim

21.07.2004


Auf den ersten Blick wirkt ein mehr als 90 Jahre altes Segelschiff wie die „Gentoo“ nostalgisch, doch hinter den altehrwürdigen Planken verbirgt sich ein hochmodernes vollautomatisiertes Heim: Der Besitzer ließ seine holländische Bark mit Gamma instabus ausrüsten, einer Siemens-Automatisierungstechnik, die normalerweise nur in Gebäuden angewendet wird. Der modulare Aufbau macht Gamma instabus jedoch hoch flexibel für ein breites Einsatzspektrum. Dabei bietet die Technik dieselben Funktionen wie in einem vergleichbar ausgestatteten Haus.


Vollautomatisiertes Heim im Segelschiff



Betritt man das Schiff, aktiviert ein schlüsselloses Zugangssystem die Lichtsteuerung; die Decken- und Kabinenbeleuchtung schaltet sich automatisch ein. Die Passagiere können ihre Kabine in verschiedenen Lichtszenen illuminieren. Mit einer Infrarot-Fernbedienung oder berührungsempfindlichen Schaltern lässt sich die Beleuchtung regeln. Sensoren überwachen das Raumklima und fahren, wenn die Temperatur einen gewissen Wert unterschreitet, die Heizung hoch. Ist der Besitzer länger nicht an Bord, kann er zur Abschreckung von Einbrechern eine Anwesenheitssimulation aktivieren. Das System wiederholt dabei die Aktivitätsmuster der vergangenen drei Wochen, schaltet also selbstständig das Licht auf Deck und in den verschiedenen Kabinen ein-, bzw. wieder aus. Sollten sich ungebetene Gäste dadurch nicht täuschen lassen und das Schiff dennoch betreten, lösen Bewegungsmelder Alarm aus oder das System benachrichtigt den Besitzer auf dessen Mobiltelefon oder Computer. Auch wenn der Eigentümer nicht an Bord ist, kann er den Zustand der „Gentoo“ überprüfen: Fordert er etwa einen Bericht über den Wasserstand in der Bilge, dem Schiffsboden, oder den Ladezustand der Batterien an, bekommt er die Informationen umgehend.

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Damit Gamma instabus auch auf hoher See funktioniert, wurde das System an die verschiedenen Schiffs- und Hafenapplikationen angepasst. Es kann sowohl vom schiffseigenen Dieselgenerator, als auch von einem festen Stromanschluss im Hafen versorgt werden.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens Technikkommunikation
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/instabus
http://www.siemens.de/innovationnews

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