Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Echtzeitfähige Sensorschnittstelle zur Robotersteuerung auf Ethernet-Basis "SpeedFace"

21.06.2004


Gemeinsames Forschungsprojekt der FH München und Reis Robotics GmbH findet weites Interesse - Präsentation während der "Robotik 2004" in München



Im Rahmen des mehrjährigen Forschungsprojekts "MikroSen" hat Prof. Dr. Egon Sommer (Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik) verschiedene Themen auf dem Gebiet der Robotik in Kooperation mit der Firma Reis Robotik GmbH (Obernburg) bearbeitet. Dazu gehört auch "SpeedFace", eine echtzeitfähige Sensorschnittstelle auf Basis Ethernet. Das Konzept und die Ergebnisse von "SpeedFace" hat Prof. Sommer am Freitag, dem 18. Juni, auf dem größten deutschen Roboterkongress "Robotik 2004" einem breiten Fachpublikum vorgestellt.



Die Tragfähigkeit des Entwurfs wurde mit Demonstrationsanwendungen gezeigt, wo die Berechnung einer Roboterbewegung in Echtzeit auf einem PC gerechnet wird und die Daten über die Schnittstelle geschickt werden. Anwender in anderen Hochschulen und Forschungslabors der Industrie nutzen bereits die Neuentwicklungen aus München.

Neue Roboterapplikationen benötigen häufig eine leistungsfähige Kopplung von komplexen Sensoren mit der Robotersteuerung in Echtzeit. In der Entwicklung von neuen Sensoreinsätzfällen ist es notwendig, vollständigen Zugriff auf die eigentliche Steuerung zu besitzen, um neue Algorithmen und Verfahren entwickeln und testen zu können. Zu diesem Zweck wurde in Kooperation ein Werkzeugkasten für andere Entwickler und Forscher erstellt, die eigene Applikationen mit Robotern und Sensoren erstellen wollen. Die Beschränkung auf die in der Steuerung vorhandenen Standardfunktionen wird damit aufgehoben. Schwerpunkt war die Entwicklung neuer Schnittstellen und Komponenten für miniaturisierte Sensoren im Robotereinsatz.

Im ersten Teil der Forschungskooperation wurde eine frei parametrierbare Verbindung zwischen Roboter und Personal-Computer auf Basis CAN-Bus realisiert. Die Ergebnisse dieser Realisierung wurden bereits auf dem internationalen Kongress "CAN in Automation" im Herbst 2003 vorgestellt. Kürze Taktzeiten in den Steuerungen und größere Datenmengen auf der Sensorverbindung führen hier zukünftig jedoch zu erhöhten Anforderungen. Die notwendige Weiterentwicklung wurde auf Basis Ethernet fortgeführt. Ethernet garantiert von hause aus keine Reaktionszeiten. Es wurde deshalb ein Verfahren eingeführt und realisiert, das die Verwendung von Ethernet in Sensoreinsätzen der Robotik erlaubt.

Dr. Traute Schoellmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-muenchen.de

Weitere Berichte zu: Ethernet Robotersteuerung Robotik Sensor Sensorschnittstelle Steuerung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Sicheres Bezahlen ohne Datenspur
17.10.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Saarbrücker Forscher erstellen digitale Objekte aus unvollständigen 3-D-Daten
12.10.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz