Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stereosehen mit hybriden Signalverarbeitungschips

08.06.2004


Ein neu entwickeltes Bildaufnahme- und -verarbeitungssystem kann das menschlische Binokularstereosehen bei ultrahohen Geschwindigkeiten emulieren. Das wird durch die Verwendung eines neuartigen hybriden Signalverarbeitungschips erreicht, der im Rahmen des EU-finanzierten DICTAM-Projekts entwickelt wurde.



Das Bi-i Stereosehgerät ist Ergebnis des Projekts "Dynamic Image Computing Using Tera-speed Analogic Visual Microprocessors" (DICTAM) und nutzt zwei neue Prozessoren, die 10.000 Bilder pro Sekunde aufnehmen und verarbeiten können. Die Prozessoren basieren auf einer innovativen Kombination von analogen und digitalen Schaltkreisen.



Analoge Systeme betrachten Signale als ständig verändernde Werte wie das zum Beispiel bei den variierenden Strömen in Schaltkreisen der Fall ist. Digitale Prozessoren hingegen messen diese wechselnden Werte zu bestimmten Zeitpunkten und bearbeiten die erzielten Ziffernfolgen. Mit den neuen Chips, die als ACE16K Focal Plane Array Sensor and Processor bezeichnet werden, soll eine neue Klasse von einzigartigen High-Speed-Bildverarbeitungssystemen eingeführt werden, indem diese zwei Technologien in einem Gerät kombiniert werden.

Die neue Bildverarbeitungsarchitektur verwendet ein hochmodernes Analog-/Digital-Design und kann damit die von eingebetteten optischen Sensoren abgeleiteten analogen Bildsignale direkt bearbeiten. Auf dem gleichen Chip und dem gleichen Siliziumsubstrat sind digitale Verarbeitungseinheiten miteinander verbunden, die Bildabtastung, Parallelverarbeitung und Speicherfunktionen umfassen.

Durch den hybriden Ansatz sind keine externen Reize oder Schaltkreise mit Analog-Digital-Umsetzung nötig. Die Chips werden innerhalb des Binokularstereosehsystems durch nur zwei weitere Prozessoren miteinander kombiniert, von denen einer zur Steuerung und einer zur Kommunikation dient.

Im Bereich von beweglichen Bildern zeigen sich viele mögliche Anwendungsbeispiele, darunter die dynamische Bildcodierung und -komprimierung in Echtzeit, Überprüfung der Videoechtheit und Integrität sowie die visuelle Überprüfung für automatisierte Produktionen.

Kontakt:

Akos Zarandy
Hungarian Academy of Science
Kende U. 13 - 17PO Box 63
1111 Budapest, Ungarn
Tel: +361-2796249
Fax: +361-2796250
Email: zarandy@sztaki.hu

Akos Zarandy | ctm
Weitere Informationen:
http://www.sztaki.hu

Weitere Berichte zu: Prozessor Schaltkreis Sensor Signalverarbeitungschip Stereosehen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Wellen schlagen
29.06.2017 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb
27.06.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Der schärfste Laserstrahl der Welt

Physikalisch-Technische Bundesanstalt entwickelt einen Laser mit nur 10 mHz Linienbreite

So nah an den idealen Laser kam bisher noch keiner: In der Theorie hat ein Laser zwar genau eine einzige Farbe (Frequenz bzw. Wellenlänge). In Wirklichkeit...

Im Focus: Wellen schlagen

Computerwissenschaftler verwenden die Theorie von Wellenpaketen, um realistische und detaillierte Simulationen von Wasserwellen in Echtzeit zu erstellen. Ihre Ergebnisse werden auf der diesjährigen SIGGRAPH Konferenz vorgestellt.

Denkt man an einen See, einen Fluss oder an das Meer, so sieht man vor sich, wie sich das Wasser kräuselt, wie Wellen gegen die Felsen schlagen, wie Bugwellen...

Im Focus: Making Waves

Computer scientists use wave packet theory to develop realistic, detailed water wave simulations in real time. Their results will be presented at this year’s SIGGRAPH conference.

Think about the last time you were at a lake, river, or the ocean. Remember the ripples of the water, the waves crashing against the rocks, the wake following...

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der schärfste Laserstrahl der Welt

29.06.2017 | Physik Astronomie

Maßgeschneiderte Nanopartikel gegen Krebs gesucht

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wolken über der Wetterküche: Die Azoren im Fokus eines internationalen Forschungsteams

29.06.2017 | Geowissenschaften