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Digital-Fotografie: Kamera spricht mit Drucker – kein Umweg mehr über den PC

03.06.2004

„Digital World“-Praxistest zum herstellerübergreifenden Technikstandard Pictbridge, der Digital-Kameras direkt mit Druckern verbindet / Ideal für schnelle Ausdrucke zwischendurch / Nachteil: Technik noch langsam, kaum Bildbearbeitung möglich

Bislang war zum Ausdrucken von Digital- Bildern der zeitaufwändige Umweg über den PC nötig. Jetzt setzt sich zunehmend der neue Technologiestandard Pictbridge durch, der eine direkte Verbindung zwischen Kamera und Drucker ermöglicht: Per USB- Kabel schließt man die Digicam an den Drucker an und steuert den Druckvorgang über das Digicam-Menü. Später soll die Datenübertragung per Funknetz (WLAN) erfolgen. Laut „Digital World“ (Ausgabe 3/2004, EVT: 4. Juni), dem Magazin für Consumer Electronics aus dem IDG Magazine Verlag, erwies sich die noch junge Technik im Praxistest als erstaunlich zuverlässig. Nahezu alle getesteten Kameramodelle und Drucker der Hersteller Canon, Epson, Fujifilm, Pentax, Samsung und Sony führten den Direktdruck problemlos aus. Dabei liegt der Vorteil des Verfahrens darin, Fotos direkt auf der Digicam auswählen und an einen Drucker ausgeben zu können, auch wenn kein PC in der Nähe ist.

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Computerverwöhnte Anwender werden beim Direktdruck via Pictbridge allerdings die Einflussmöglichkeiten vermissen, die der PC bietet. So sind Ausschnitt, Format und Bildqualität oft nicht wählbar, auch an Bildbearbeitung ist nicht zu denken. Zudem ist die Zeitersparnis gering, obwohl der Umweg über den PC entfällt, berichtet „Digital World“. Der Grund: Die Kamera-Rechenleistung ist deutlich geringer als die eines PC. Daher brauchen einige Kameras teilweise doppelt so lange für den Datentransfer zum Drucker, als wenn der PC das Bild geschickt hätte. Auch die Datenübertragung per USB-Kabel bewirkt Tempoverluste – besonders, wenn die Geräte noch dem langsamen USB 1.1-Standard gehorchen.

Wie „Digital World“ berichtet, sind derzeit schon über 140 Digicams und 46 Drucker mit Pictbridge ausgestattet, und die Verbreitung nimmt zu. Im Frühjahr kamen über 50 neue Pictbridge-Kameras auf den Markt. Zu erkennen sind die Geräte an dem Pictbridge-Logo. Wer noch keine Pictbridge-fähige Kamera besitzt, für den gibt es mittlerweile Firmware-Updates, die in der Regel gratis sind. Damit lässt sich das Gerät nachrüsten.

Michael Lohmann | Digital World
Weitere Informationen:
http://www.digital-world.de

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