Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ECRYPT - Netwerk für Experten

29.04.2004


Die Abkürzung ECRYPT steht für "European Network of Excellence in Cryptology". Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss von ca. 180 europäischen Forschern und Entwicklern, an dem auch Magdeburger Informatiker beteiligt sind. Das Projekt wird von der europäischen Union über einen Zeitraum von vier Jahren gefördert, in deren Mittelpunkt Forschungen zur Sicherung von Multimediadaten (Digital Rights Management) stehen. Die Forscher wollen Methoden entwickeln, um Musik, Bilder oder Videos mit zusätzlichen Schutzmechanismen zu versehen, um Manipulationen zu erkennen, Raubkopien zu verhindern oder aufzuspüren.



Leiterin der Magdeburger Arbeitsgruppe "Multimedia and Security" an der Otto-von-Guericke-Universität ist Prof. Dr.-Ing. Jana Dittmann. Die 33-jährige Informatikerin leitet zusammen mit Stefan Katzenbeisser, TU München, seit Anfang 2004 das "Watermarking Virtual Lab" (WAVILA), einen Teilbereich des Netzwerkes Ecrypt. In diesem Lab arbeiten verschiedene Arbeitsgruppen, u. a. aus Italien, Spanien, Frankreich, Schweiz, Niederlande, Österreich und Deutschland, zusammen.



WAVILA ist in 6 Arbeitsschwerpunkte zur Erforschung der Sicherheit digitaler Medien unterteilt. Digitale Wasserzeichen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Ihre Eigenschaften und Einsatzgebiete werden von der Arbeitsgruppe um Jana Dittmann analysiert und theoretische Grundlagen für Sicherheitsmodelle und für die Definition digitaler Wasserzeichen erarbeitet. Anschließend sollen die Ergebnisse der Grundlagenforschung in der Praxis getestet werden, so dass Eigenschaften der Wasserzeichenverfahren (Kapazität, Robustheit, Transparenz, Sicherheit) gesamtheitlich untersucht werden können. Mit Hilfe digitaler Wasserzeichen können Manipulation oder Diebstahl erkannt werden und der Nachweis der Urheberschaft von Datenmaterial und die Rückverfolgung illegaler Kopien zum Kopierer ermöglicht werden.

Die Entwicklung und Analyse von verbesserten Wasserzeichenverfahren stellt derzeit ein herausforderndes Forschungsfeld dar, das interdisziplinäres Wissen und Techniken aus der Kommunikationstheorie, Signalverarbeitung, Kryptologie, Datenschutz und Nachrichtenübertragung vereint.

Die Technologie kann zwar keine Raubkopien verhindern, aber sie stellt eine hervorragende Ergänzung zu anderen Sicherheitsmechanismen dar. Dazu werden Informationen in das Datenmaterial eingebracht, welche auch nach digital-analoger Wandlung oder Kompression wie MP3 bei Musik noch immer ausgelesen werden können. Die Arbeitsgruppe von Jana Dittmann berechnet dabei die Wasserzeichenalgorithmen und prüft, wie resistent diese gegen Angriffe sind und welche Kombinationsmöglichkeiten sich mit anderen Sicherheitsmechanismen ergeben.

Waltraud Riess | idw
Weitere Informationen:
http://amsl-smb.cs.uni-magdeburg.de/ecrypt/

Weitere Berichte zu: Digital ECRYPT Sicherheitsmechanismen Wasserzeichen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Forschungsprojekt: Zukünftige Fahrzeugtechnologien im Open Region Lab – ZuFOR
30.03.2017 | Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE