Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BSCW-Groupware öffnet sich der Systemintegration

26.04.2004


Die neue Version 4.2 der webbasierten BSCW-Groupware entwickelt sich von der Lösung für Projektgruppen zur Plattform für integriertes kollaboratives Arbeiten. Neu ist auch die flexibel konfigurierbare Workflow-Engine, die fast alle denkbaren dokumentenorientierten Arbeitsprozesse abbildbar macht.



Mit der neuen Version 4.2 der webbasierten Plattform für Dokumentenmanagement und verteiltes Arbeiten haben das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT und die OrbiTeam Software GmbH einen großen Schritt in Richtung Systemintegration getan. Das System wurde mit einer API-Schnittstelle ausgestattet. Es kann somit nahtlos an bestehende Systemlandschaften angedockt werden. Nahezu alle Funktionen des BSCW-Systems können nun auch von externen Anwendungen angestoßen werden.



Die Möglichkeit des Datenaustausches zwischen dem BSCW-Server und Back-End-Systemen eröffnet neue Perspektiven für den mobilen Einsatz, da einerseits jederzeit und an jedem Ort auf interne Dateien von Projektgruppen zugegriffen werden kann, andererseits aber auch lokale Anwendungen (wie ERP- oder CRM-Systeme) in den Datenfluss integriert werden können.

Darüber hinaus wurde in BSCW 4.2 das Konzept der Laufmappen verwirklicht und eine Workflow-Engine eingebaut. BSCW-Laufmappen dienen dazu, ein Dokument einer Reihe von Personen in einer bestimmten Sequenz zur Kenntnis oder zur Bearbeitung zu schicken. Nur jene Person, die gerade an der Reihe ist, kann auf die Dokumente der Laufmappe zugreifen. Nach der Bearbeitung wird die Laufmappe an den nächsten Bearbeiter weitergeleitet.

Während die Laufmappe ein relativ einfaches Mittel ist, um einen Prozess zu strukturieren, bietet die neue Workflow-Funktionalität von BSCW ein umfassendes Instrumentarium, um Arbeitsvorgänge zu organisieren. Softwaretechnisch ist es möglich, mit dieser Funktion nahezu jeden dokumentenorientierten Arbeitsprozess zu modellieren. Im Unterschied zu den mehr oder weniger "fest verdrahteten" Lösungen üblicher Workflow-Systeme kann ein autorisierter BSCW-Nutzer aber auch adhoc-Workflows definieren, die sich aus einer aktuellen Notwendigkeit ergeben.

Damit haben die Entwickler des Fraunhofer FIT und dessen Spin-Off-Unternehmen OrbiTeam den Wunsch vieler BSCW-Anwender erfüllt, fortgeschrittenen Nutzern zusätzliche Möglichkeiten zur Organisation des kollaborativen Arbeitens an die Hand zu geben.

BSCW 4.2 beinhaltet neben diesen Hauptneuerungen weitere, in seiner Preisklasse nicht selbstverständliche Eigenschaften. Der neue Aktenkoffer im BSCW verwirklicht, was viele Nutzer eines PDAs schon kennen: die Synchronisation von Daten. Der Nutzer kann nun Dokumente vom BSCW-Server auf seinen PC oder Laptop übertragen und sie nach der Bearbeitung automatisch zurückspielen.

Weitere nützliche Features von BSCW 4.2 können mit den Stichworten "Communities", "Lesezeichen" und "Metadaten" überschrieben werden. So bietet die neue Version einen Ordnertypus "Communities", der zwischen dem privaten und dem öffentlichen Verzeichnis angesiedelt wurde. Dieser Gemeinschaftsordner ist öffentlich sichtbar, kann aber nur geöffnet werden, wenn man registriert. Er gleicht damit einem Internet-Forum. Metadaten sind Attribute, die einer Datei angefügt werden, um sie zu indizieren, wie zum Beispiel das Erzeugungsdatum oder der Name des Autors. BSCW 4.2 erlaubt es, eine große Menge vordefinierter Attribute (gemäß Dublin Core Standard) oder auch eine unbegrenzte Zahl selbst definierter Attribute zu verwenden.

Die Software enthält eine 90-tägige Evaluationslizenz zur kostenlosen Nutzung.

Alex Deeg | idw
Weitere Informationen:
http://www.bscw.de
http://www.fit.fraunhofer.de
http://www.orbiteam.de

Weitere Berichte zu: BSCW BSCW-Groupware Systemintegration

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder
19.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab
18.01.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie