Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Alles auf eine "Gesundheitskarte"

15.04.2004


Ab 2006 soll die bisherige Krankenversicherungskarte durch eine elektronische Gesundheitskarte ersetzt werden. Die Rahmenarchitektur einer einheitlichen Telematik-Infrastruktur dafür hat das Konsortium "bIT4health" auf der CeBIT 2004 an Gesundheitsministerin Ulla Schmidt übergeben.



Die Informationstechnologie hält nun auch im Gesundheitswesen ihren Einzug: Die Bundesregierung hat dazu im Herbst 2003 das Aktionsprogramm "Informationsgesellschaft Deutschland 2006" beschlossen. Ein wichtiger Baustein in diesem Kontext ist die elektronische Gesundheitskarte, die ab 2006 die bisherige Krankenversicherungskarte ersetzen wird. Sie verbindet als elektronischer Schlüssel alle Beteiligten des Gesundheitswesens: 70 Millionen Krankenversicherte mit rund 270 000 Ärzten, 77 000 Zahnärzten, 2 000 Krankenhäusern, 22 000 Apotheken und 300 Krankenkassen.



Die Projektgruppe "Telematik - Gesundheitskarte" des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) und das Projektteam bIT4health, dem auch Fraunhofer IAO angehört, arbeiten daran, optimale Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte herzustellen. Dazu gehört eine vertrauenswürdige und flächendeckende Informations- und Kommunikationsinfrastruktur. Basis dafür ist eine bundesweit einheitliche Telematik-Rahmenarchitektur, die Schnittstellen, Standards, Anwendungen, Initiativen und Projekte für den Einsatz der Gesundheitskarte beinhaltet.

Parallel zur CeBIT 2004 hat das Konsortium bIT4health die Weichen für die Rahmenarchitektur gestellt und diese der Gesundheitsministerin Ulla Schmidt übergeben. Das Projektkonsortium wird von der IBM Deutschland GmbH geleitet und neben Fraunhofer IAO aus den Unternehmen SAP Deutschland AG & Co KG, InterComponentWare AG und ORGA Kartensysteme GmbH gebildet.

Die Rahmenarchitektur wurde im Auftrag des BMGS erarbeitet und stellt eine vereinfachte Sicht auf ein komplexes Gesamtsystem dar. Sie veranschaulicht unter anderem die Grobstruktur des Gesamtsystems, die notwendigen Bausteine wie Daten, Prozesse und Komponenten sowie das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Systembauteilen. Ebenso sind in der Rahmenarchitektur nicht-funktionale Qualitätsmerkmale wie Performanz, Interoperabilität und Sicherheit beschrieben.

In einem nächsten Schritt wird die Rahmenarchitektur in eine Lösungsarchitektur umgesetzt, wobei die Rahmenarchitektur als Vorlage für eine schnelle und gesetzkonforme Umsetzung dient.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:

Fraunhofer IAO
Dr. Anette Weisbecker
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon: 0711/970-2400, Fax: -2299
E-Mail: Anette.Weisbecker@iao.fraunhofer.de

Dipl.Ing. (FH) Juliane Segedi | idw
Weitere Informationen:
http://www.dimdi.de/de/ehealth/karte/index.htm
http://www.bIT4health.de

Weitere Berichte zu: BMGS Gesundheitskarte Gesundheitswesen Rahmenarchitektur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Modellfabrik Industrie 4.0: Forschungs- und Trainingsplattform für Wissenschaft und Wirtschaft
28.03.2017 | Hochschule Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit

Antibiotikaresistenz zeigt sich durch Leuchten

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie