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Archive der Zukunft: digital und nutzerfreundlich

06.04.2004


Bremer Informatiker wirken in Europäischem Exzellenzzentrum für Digitale Bibliotheken mit



Ganz gleich, ob Nachrichtensendung oder mittelalterliche Handschrift, digital zugreifen können wir inzwischen auf beide Medienformen. Digitale Bibliotheken machen Europas kulturelles und wissenschaftliches Erbe für alle Interessierten zugänglich. Damit bilden sie, als universale Sammlung von Wissen für zukünftige Generationen, eine wichtige Komponente der globalen Infrastruktur im 21. Jahrhundert. Der Forschung und Entwicklung neuer Technologien und Anwendungen für Digitale Bibliotheken fällt hierbei eine wesentliche Rolle zu: Ziel ist es, die Nutzung von verteilten und vernetzten Informationen aller Art in Europa zu verbessern. Das Technologie-Zentrum Informatik (TZI) der Universität Bremen verfügt auf dem Gebiet der Analyse und Verwaltung von multimedialen Dokumenten bereits über einschlägige Erfahrungen, die nun Sprungbrett für europaweites Forschen sind.

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Die EU ermöglicht mit DELOS, einem neuen "Network of Excellence", die internationale Einbindung vielversprechender Arbeiten. DELOS steht hier ausnahmsweise nicht für eine bestimmte Abkürzung. Namensgeber ist vielmehr eine griechische Insel, die als Geburtsort von Apollon und Artemis galt und unter anderem der Athener Allianz als Schatzkammer diente. Das TZI konnte sich durch erfolgreiche Projekte und Veröffentlichungen für diese Förderung qualifizieren. Der Schwerpunkt lag neben dem Gebiet der Analyse und Verwaltung auf der Indizierung von Bildern und Videos. Dieses Forschungsgebiet wird seit 1994 bearbeitet und hat bis jetzt zu fortgeschrittenen Komponenten von Multimedia Content Management Systemen geführt, die in großen Multimedia-Archiven eingesetzt werden können, zum Beispiel bei Rundfunk- und Fernsehanstalten. Die erfolgreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten umfassen die Verwaltung von Bilddaten bis hin zur intelligenten visuellen Suche in großen Bildbeständen. Durch die Verbindung von Bildanalyse und wissensbasierten Verfahren können auch technische Zeichnungen und Diagramme erkannt und interpretiert werden. Außerdem gehören zum Anwendungsbereich die semi-automatische Indizierung von visuellen Inhalten sowie die Analyse von Bewegungen in Videodokumenten oder auch eine erleichterte Handhabung für Blinde.

Im Projekt DELOS wird das TZI Software bereitstellen, um Videos automatisch in kleine, aber noch bedeutungstragende Einheiten aufzulösen und für eine schnelle und genaue Suche zu indizieren. Diese Technologie wird zum Beispiel für die halbautomatische Archivierung von Nachrichten- und Magazinsendungen benötigt. Darüber hinaus werden neue Verfahren für die Erkennung von Texten in Videos weiter ausgearbeitet und integriert.

Die EU fördert mit einem "Network of Excellence" innovative Forschungsfelder und bietet hervorragenden Forschungseinrichtungen die Möglichkeit, im Rahmen der vernetzten europäischen Forschungslandschaft zusammenzuarbeiten und ihre Kompetenzen weiter auszubauen. Den Bremer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern werden dadurch Forschungsaufenthalte innerhalb der EU und die Teilnahme an internationalen Konferenzen ermöglicht mit der Absicht, europaweit gemeinsame Forschungsaktivitäten zu bündeln und zu integrieren. Am "Network of Excellence" DELOS nehmen 47 europäische Universitäten und Forschungseinrichtungen teil. Die Gesamtförderung für die ersten eineinhalb Jahre beträgt 1 912 500Euro.

Weitere Informationen:

Universität Bremen, Universitätsallee 21-23, D-28359 Bremen
TZI - Technologie-Zentrum Informatik
Dr. George Ioannidis, Prof. Dr. Otthein Herzog
Tel.: 0421-218-7090
Email: george.ioannidis@tzi.de

Kai Uwe Bohn | idw
Weitere Informationen:
http://www.tzi.de

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