Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Virtuelles Kraftwerk garantiert optimalen Energiemix

01.03.2004


Der Energieversorger SaarEnergie setzt bei der Steuerung seiner Kraftwerke auf ein Netzleitsystem von Siemens, das ein virtuelles Kraftwerk simuliert. Das in Saarbrücken ansässige Unternehmen besitzt mehrere eigene Kraftwerke mit einer Gesamtkapazität von rund 2000 Megawatt und bezieht darüber hinaus Strom von verschiedenen dezentralen Energieerzeugungsanlagen wie Blockheizkraftwerken oder Windkraftanlagen. Das Netzleitsystem Spectrum Power CC der Erlanger Energieverteilungsexperten ermöglicht es dem Versorgungsunternehmen sowohl die Produktion, als auch die Verteilung des Stroms optimal an die jeweilige Nachfrage anzupassen.


Seit einigen Wochen steuert der Energieversorger SaarEnergie über seine neue Energieleitzentrale in Saarbrücken deutschlandweit seine eigenen Kraftwerke und – als ein einziges virtuelles Kraftwerk mit rund 70 MW Leistung – weitere verschiedene dezentrale Energieerzeugungsanlagen, darunter auch Blockheizkraftwerke. Dies ermöglicht das Netzleitsystem Spectrum Power CC von Siemens Power Transmission and Distribution (PTD).



Damit sich der komplexe Energieverbund effizienter steuern lässt, fasst die neue Technik fast alle unternehmenseignen und die meisten externen Anlagen zu einem einzigen virtuellen Kraftwerk zusammen. In der Leitzentrale werden alle Informationen des Energieversorgers gebündelt, etwa die Auslastung und die Betriebskosten der einzelnen Kraftwerke, der Zustand des Verteilernetzes bis zum Strombedarf der Endkunden.



Je nach Energiebedarf errechnet eine intelligent konzipierte Energiemanagement-Software in Sekundenbruchteilen die jeweils optimale Kombination und Auslastung der einzelnen Kraftwerke. So kann der Betreiber sicher gehen, dass er den benötigten Strom jederzeit zu den kostengünstigsten Konditionen produziert. Kurzfristige Lastprognosen helfen bei der rechtzeitigen Vorbereitung auf Verbrauchsspitzen. Der größte Teil der externen Anlagen, die über ganz Deutschland verstreut sind, lässt sich über die Leitzentrale sogar ferngesteuert bedienen.

Das System kann jedoch noch mehr: Da Spectrum Power CC auf dem Betriebssystem Windows läuft, kann die Leitzentrale leicht an das Internet angebunden werden. Damit beteiligt sich die SaarEnergie am Energiehandel an der europäischen Strombörse EEX. Dort können Energieversorger überschüssigen Strom am Spotmarkt verkaufen oder sich umgekehrt mit zusätzlicher Energie eindecken, um plötzliche Bedarfsspitzen abzufedern. Darüber hinaus könnten Energieversorger das System auch nutzen, um den Gashandel zu unterstützen.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens Technikkommunikation
Weitere Informationen:
http://www.saarenergie.de

Weitere Berichte zu: Energieversorger Kraftwerk Leitzentrale Virtuell

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Sicheres Bezahlen ohne Datenspur
17.10.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Saarbrücker Forscher erstellen digitale Objekte aus unvollständigen 3-D-Daten
12.10.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik