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Hilfe auf dem Weg zum digitalen Behördengang

25.02.2004


Das Fraunhofer IAO eGovernment Zentrum bietet seit Januar 2004 Kommunen und Behörden den Einsatz des eGOV-Rechners an, um wirtschaftliches eGovernment umzusetzen.



Dank "eGovernment" können Bürger über das Internet ihr Auto zulassen, die Steuererklärung absenden oder BAFöG beantragen. Manche Verwaltungsvorgänge rechnen sich aber im Online-Modus weder für Kommune noch für die Öffentlichkeit. Der "eGOV-Rechner" von Fraunhofer IAO hilft Behörden bereits im Vorfeld, die eGovernment Prozesse zu identifizieren, die den größten Nutzen liefern.

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Die Idee hinter "eGovernment" klingt verlockend: Statt Stunden auf dem Amt zu verbringen können Bewohner ihre Anliegen bequem von zu Hause aus erledigen. Und der Staat profitiert ebenfalls, weil Dienstleistungen bürgerfreundlicher und gleichzeitig kostengünstiger anbieten lassen. Vor diesem Hintergrund entwickelte Fraunhofer IAO in einem Referenzprojekt mit der Stadt Stuttgart den "eGOV-Rechner". Dieser Rechner besteht aus den drei Hauptmodulen Prozess-Designer, Prozess-Kalkulator sowie dem Qualitativen Nutzenmesser und zeigt, welche Dienstleistungen im Online-Modus auch wirklich rentabel sind. So finden bei der Landeshauptstadt Stuttgart pro Jahr bis zu 17 000 verschiedene Vorgänge statt, die ganz unterschiedliche Nutzenpotenziale aufweisen.

Fraunhofer IAO hat in dem Projekt sechs typische Amtsvorgänge untersucht. Das Ergebnis zeigt, dass die Stadt so beispielsweise mit der Online-Vorreservierung von KFZ-Wunschkennzeichen nicht nur ihre Prozesskosten senken kann sondern sich auch neue Einnahmequellen erschließt. Bei anderen Angeboten wie z.B. dem Online-Antrag eines Landesfamilienpass liegt der Nutzenvorteil nur auf Seiten der Bürger. Unbestritten ist aber, dass die Bevölkerung an "eGovernment" vor allem die bessere Informationsversorgung schätzt. Mit den Informationen im Internet verbessern die Kommunen und Behörden die proaktive Informationsbergung ihrer Bürger und Unternehmen. Die führt zu weniger Nachfragen, reduziert Doppelarbeiten und entlastet somit die Verwaltungsmitarbeiter. Bei den untersuchten Prozessen ergaben sich im Projektzeitraum so hohe Zugriffszahlen auf die jeweiligen Internetseiten, dass dafür umgerechnet 232 Arbeitstage nötig wären, um diese Informationen auf dem Amt an den Mann zu bringen.

Das eGovernment Zentrum von Fraunhofer IAO bietet seit Januar 2004 Kommunen und Behörden Hilfestellung beim Weg zum digitalen Behördengang.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Fraunhofer IAO
Norbert Fröschle, Achim Gölz
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Tel. 0711/970-2237, Fax: -2299
Norbert.Froeschle@iao.fraunhofer.de
Achim.Goelz@iao.fraunhofer.de

Dipl.Ing. (FH) Juliane Segedi | idw
Weitere Informationen:
http://www.egovernment.iao.fraunhofer.de

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