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Softwarewerkzeug zur dreidimensionalen Darstellung von Schäden im Gesichtsbereich

21.01.2004


Wissenschaftler der Professur für Konstruktionstechnik/CAD der TU Dresden um Professor Ralph Stelzer entwickeln in Zusammenarbeit mit dem Institut für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Medizinischen Fakultät neue Werkzeuge zur räumlichen Darstellung von Knochenschäden.



Besonders im Bereich des Kopfes lassen sich angeborene oder durch Unfälle verursachte Knochenschäden nur schwierig behandeln. Ebenso schwierig ist es, passgerechte Implantate anzufertigen, da die Schädelknochen eine sehr spezifische Form besitzen.



Die bisher angewendete zweidimensionale Computer-Tomografie (CT) konnte Knochenschäden nur scheibchenweise abtasten und aufzeichnen. Die neue Vorgehensweise der Professur für Konstruktionstechnik/CAD stellt jedoch die Knochenstruktur in den dreidimensionalen Raum und gewährt dem Mediziner so einen ganzheitlichen Blick auf die Frakturen. In einem plastischen Modellbild des Kopfes kann man den Schädel von innen sowie von außen betrachten. Die Methode erleichtert das genaue Erkennen der Beschädigungen im Gegensatz zur herkömmlichen CT wesentlich. Durch Frakturen entstandene Knochenteile und -splitter können ausgewählt und virtuell an die richtige Stelle platziert werden. Die mit dem Softwarewerkzeug errechneten Ergebnisse können dann mit einem computerbasierten Unterstützungssystem in Operationen praktisch umgesetzt werden. Teilweise fehlen stark beschädigte Knochenstücke ganz, da sie zuvor entfernt werden mussten. Hier hilft das System, Ersatzteile zu berechnen und optimal zu modellieren.

Während die Medizinische Fakultät das anatomische Know-How und die Daten bereitstellt, verwendet die Professur für Konstruktionstechnik/CAD das Ausgangsmaterial für die dreidimensionale Visualisierung und Modellierung. Die 3D-Werkzeuge werden voraussichtlich in etwa zwei Jahren Zugang zur medizinischen Praxis finden.

Birgit Berg | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de

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