Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Gesetzestreue durch Information - E-POWER liefert Informationen über aktuelle Gesetzesänderungen

16.12.2003


Ein von der Europäischen Union finanziertes, computerbasiertes IST-Projekt versorgt kommerzielle Organisationen und Versicherungsgesellschaften mit aktuellen Informationen über Änderungen an Gesetzen und Vorschriften und trägt so dazu bei, dass diese optimal eingehalten werden.



Gesetze bilden zweifellos einen untrennbaren Bestandteil unseres täglichen Lebens. Doch Banken, private Versicherungsgesellschaften und selbst staatliche Stellen müssen oft vor der Komplexität neuer Gesetze kapitulieren, weil sie die stetigen Änderungen an Vorschriften und gesetzgeberischen Verfahren einfach nicht mehr überschauen. In E-POWER, einem von der EU finanzierten IST-Projekt, wurde ein computergestütztes Verfahren entwickelt, das zur Analyse und Vereinfachung der Einhaltung von Gesetzen und "Business Rules" dient und Konsortien zugleich über die neueste Gesetzeslage informiert.



Ein typisches Beispiel wäre etwa eine neue gesetzliche Bestimmung über Pensionen, deren Anwendung sich direkt auf die derzeit von Institutionen der Gesundheitsfürsorge betriebenen Versorgungssysteme auswirken würde. Das E-POWER-System dient zum Auffinden von Unterschieden zwischen den Anforderungen neuer Gesetzesvorschriften und der gegenwärtigen Praxis der betroffenen Dienste.

Eine Reihe von Strukturierungs-Tools analysiert die betreffenden gesetzlichen Quellen und sucht nach möglichen Widersprüchen und gesetzlichen Besonderheiten. Diese Tools wirken außerdem als Navigationsmechanismus, der auf Querverweise Bezug nimmt, wie sie gewöhnlich in juristischen Dokumenten zu finden sind. Darüber hinaus ruft eine Gruppe von modellbasierten Software-Tools automatisch Konzepte aus textlichen Originalquellen ab und verarbeitet sie einheitlich nach Verfahren der natürlichen Sprache und der künstlichen Intelligenz. Schwerpunktgebiete für das System sind das Versicherungswesen, die Altersversorgung und wissensbasierte Computersysteme. Zu den Kunden gehören staatliche Stellen und Banken (zur Klärung von Steuer- und Personalangelegenheiten), Finanzverwaltungsschulen und Versicherungsgesellschaften.

Institutionen wie die Fortis Bank in Belgien und die Rentenverwaltungsabteilung des niederländischen Finanzministeriums setzen gegenwärtig das System ein, um ihre internen Vorschriften mit den neuesten gesetzlichen Vorschriften zu harmonisieren. Interesse äußerten aber auch potenzielle Kunden wie z.B. Handelsorganisationen, Landesregierungen sowie Gemeindeverwaltungen in Ländern wie Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien.

Mit dem Projekt wird das Ziel verfolgt, zu einer objektiven Auslegung des jeweils anwendbaren Gesetzes zu gelangen und der Gesetzgebung mehr Transparenz zu verleihen. Dieses System dürfte Zukunft haben, denn es könnte seine Anwender wirksam bei der Verkürzung der Zeiten bis zur Anwendung neuer bzw. geänderter Vorschriften und bei der Senkung der Kosten für die Pflege dieser Informationen unterstützen sowie den Zugriff auf öffentliche Informationen leichter gestalten.

Kontakt:

Tom M. van Engers
BelastingdienstCentrum voor Proces- en Productontwikkeling
Korte Voorhout 7
PO Box 18280
2511CW The Hague, Niederlande
Tel: +31-302-756489, Fax: -756300
Email: t.m.van.engers@acm.org

Tom M. van Engers | ctm
Weitere Informationen:
http://lri.jur.uva.nl/~epower

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Brain-Computer-Interface: Wenn der Computer uns intuitiv versteht
18.01.2017 | Technische Universität Berlin

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie