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Chips zur schnellen elektronischen Identifikation

03.12.2003


Infineon beschleunigt den Lesevorgang von Etiketten per Funk



Der Halbleiter-Hersteller Infineon Technologies AG möchte mit einem neuartigen Chip mit RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) die elektronische Etikettierung revolutionieren. Die Chips können per Funk 25 mal schneller als bisherige Labels gelesen und beschrieben werden und eignen sich für die berührungslose elektronische Identifizierung von schnell bewegten Objekten. Gedacht sind sie für die Gepäckabfertigung, den Warenhandel, die Fließbandproduktion oder für Kurier- und Postdienste.



Bisher mussten elektronische Etiketten möglichst einzeln und wenige Zehntelsekunde zum Auslesen vor ein Lesegerät gehalten werden. Die neue Technik ist in der Lage, in weniger als einer Sekunde bis zu 500 elektronische Labels sicher zu erkennen, zu lesen und zu beschreiben. Selbst bei den Geschwindigkeiten der Transportbänder von etwa 15 Kilometern pro Stunde (vier Meter pro Sekunde) verzählt sich das Lesegerät nicht. Die Signale können selbst dann gelesen werden, wenn die Labels ungeordnet sind oder dicht aneinander liegen. Das galt bisher aus physikalischen Gründen als unmöglich.

Die elektronische Identifikation gilt als Schlüsseltechnik zur Optimierung von industriellen Prozessen in der Fertigung und Logistik. Einzelne Werkstücke in einem Produktions- und Vertriebsprozess werden dazu mit RFID-Chips wie mit einem Etikett versehen. Darauf sind alle wichtigen Informationen gespeichert. Nach Aktivierung können sie per Funk gelesen werden, um weitere Produktionsschritte zu steuern, aber auch die Herkunft oder den Bearbeitungsstatus zu prüfen.

Die RFID-Etiketten wurden von Infineon gemeinsam mit dem australischen Unternehmen Magellan Technology entwickelt und nutzen die in Europa zugelassene 13,56 Megahertz-Frequenz. Infineon will in Zukunft nicht nur die Chips produzieren, sondern ganze elektronische Identifikationssysteme einschließlich der Infrastruktur und Software für die Industrie entwickeln und projektieren. Die RFID-Chips werden ab Anfang 2004 in großen Stückzahlen erhältlich sein.

Wilhelm Bauer | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.infineon.com

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