Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Automatisches Nachsendesystem spart US-Post mehrere hundert Millionen Dollar

04.11.2003


Mit einem automatischen Nachsendesystem von Siemens kann die US-Post USPS pro Jahr mehrere hundert Millionen Dollar einsparen. Pars (Postal Automated Redirection System) kann Briefe und Pakete, für die Nachsendeanträge vorliegen, bereits am Absendeort umadressieren, wie das Forschungsmagazin "Pictures of the Future" (www.siemens.de/pof) berichtet. Damit wird vermieden, dass die Sendungen wie bisher zunächst an die alte Adresse geschickt und dann aufwändig in einem Nachsendezentrum bearbeitet und neu adressiert werden müssen, was Tage in Anspruch nimmt. Das System wird derzeit in Virginia und Florida umfangreichen Tests unterzogen.



Der United States Postal Service (USPS) befördert pro Jahr rund 200 Milliarden Sendungen, rund drei Prozent davon sind nicht zustellbar und verursachen Kosten von 1,8 Milliarden Dollar. Hintergrund: Jedes Jahr ziehen in den USA etwa 16 Prozent aller Haushalte um. Im Jahr 2001 stellten 44 Millionen Bürger Nachsendeanträge. Bislang gab es aber keine Technik, die die Adressen automatisch überprüfen und mit der riesigen Datenbank für Nachsendeadressen abgleichen konnte. Nach Schätzungen von Siemens kann das neue System rund 420 Millionen Dollar pro Jahr einsparen.



Pars kann innerhalb weniger Millisekunden bis zu 80 Millionen Adressänderungen durchsuchen. In der Sortiermaschine, die Briefe mit einer Geschwindigkeit von drei Metern in der Sekunde befördert, wird der Brief mit der Adresse nach oben gedreht und von einem optischen Scanner erfasst. Das System richtet dann eine Anfrage an einen zentralen Server, ob ein Nachsendeantrag vorliegt. Ist das der Fall, wird der Brief innerhalb von einer Sekunde auf einen Stapel für Nachsendungen abgelegt. Ein spezielles Lesegerät analysiert dann das digitalisierte Bild des Briefs und erstellt ein elektronisches Etikett mit der neuen Adresse. Dabei berücksichtigt das System die knapp 4.000 Zustellregeln des USPS, etwa ob dem Absender die neue Adresse mitgeteilt werden darf oder nicht. Um besonders komplizierte Fälle, etwa unleserliche Adressfelder, kümmert sich geschultes Personal.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens Technikkommunikation
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de
http://www.siemens.de/newsdesk

Weitere Berichte zu: Nachsendeanträge Nachsendesystem Postal US-Post USPS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb
27.06.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht Überschwemmungen genau in den Blick nehmen
27.06.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive