Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IBM entwickelt neuen Transistor mit bis zu 80 Prozent weniger Strombedarf

30.09.2003


Neues Chipdesign für Wireless-Geräte - künftige Chips vierfach so leistungsfähig oder mit bis zu fünffach geringerem Strombedarf als heute



IBM kündigt ein innnovatives Chipdesign für künftige Wireless-Geräte an. Damit könnten künftige Chipsbis zum Fünffachen weniger Strom gegenüber heutigen Designs benötigen, oder die Leistung ließe sich um das Vierfache steigern.



Diese Ankündigung beruht auf den jüngsten Vorstellungen intelligenter neuer Design-und Fertigungsmethoden von IBM, die die Leistung und die Stromaufnahme reiner Rechenchips optimieren.

Da die Wireless-Branche ständig weiter wächst, benötigen Gerätehersteller bessere Misch-Signal-Chips, die Computing-Anwendungen ebenso wie Hochfrequenz-Kommunikationsanwendungen unterstützen. Das heute vorgestellte neue Chip-Design nützt einen revolutionären Silizium-Wafer, der dünn genug ist, um die Leistung sowohl der Computing- wie auch der Kommunikationskomponenten zu maximieren.

Heutige CMOS-Chips (Complementary Metal Oxide Semiconductor) sind die Grundlage für Computing-Anwendungen; SiGE-Bipolar-Chips (Silizium-Germanium) stellen Radiofrequenz-Kommunikation und analoge Funktionen bereit. Um die Zuverlässigkeit von Wireless-Geräten zu verbessern, haben Chiphersteller SiGe-BiCMOS-Chips entwickelt. Dabei werden die Computing- und Kommunikationstransistoren auf einem Chip platziert. Bisherige Lösungen benötigen separate Chips für die beiden verschiedenen Anwendungsbereiche.

CMOS-Computerchips zeigen eine höhere Leistung, wenn sie auf einem dünnen Silicon-on-insulator-Wafer (SOI) produziert werden. Traditionelle SiGE-Bipolar-Transistoren können jedoch nicht auf einem solchen SOI-Wafer erzeugt werden. Bisher konnte daher niemand eine Technik bereitstellen, die die beiden Typen auf einem Wafer kombiniert, und die Leistung beider Typen maximiert.

IBM ist jetzt der erste Hersteller, der SiGE-Bipolar-Transistoren unter Verwendung eines SOI-Wafers erzeugt. Das neue Chip-Design könnte innerhalb der nächsten fünf Jahre eingeführt werden, und damit beispielsweise Anwendungen wie Video-Streaming auf Mobiltelefonen ermöglichen.

Hans-Juergen Rehm | IBM Deutschland GmbH
Weitere Informationen:
http://domino.research.ibm.com/Comm/bios.nsf/pages/bipolar.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix
18.09.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht KATWARN warnt auch in Fremdsprachen
14.09.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie