Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

OSMOS-API

24.09.2003


Die Anwendung von Informationstechnologie-Lösungen (IT-Lösungen) und -Tools im Bauwesen gab den Anstoß, auch in dieser Disziplin vom Konzept des virtuellen Unternehmens (VE) Gebrauch zu machen. So entstand im OSMOS-Projekt eine Serie von Tools, Modellen und Techniken zur Schaffung und Unterstützung virtueller Bauunternehmen.


Bauprojekte erfordern die Zusammenarbeit diverser und oft nicht am selben Standort tätiger Arbeitsteams und Firmen, die ihre jeweiligen Fähigkeiten und Spezialkenntnisse einbringen und über eigene Ressourcen verfügen. Gleichzeitig jedoch setzen diese Partnerunternehmen unterschiedliche betriebliche Prozesse und Hilfsmittel ein. Eine Integration der Aktivitäten der Partner in einem Bauprojekt wäre nicht nur sehr zeit- und kostenintensiv, sondern auch unnötig, da die einzelnen Firmen vielleicht nur bei einem einzigen Projekt und dann nie wieder kooperieren. Daher ähnelt die Arbeitsweise auf dem Gebiet der Gebäudetechnik und des Bauwesens dem, was heute als "virtuelles Unternehmen" bezeichnet wird.

Die Begriffe "virtuelles Unternehmen" oder "virtuelle Organisation" beziehen sich auf die Kooperation und Funktion von zwei oder mehr Unternehmen, deren Fähigkeiten und Ressourcen sich ergänzen, so dass eine einzige Unternehmenseinheit entsteht, die auf die Anforderungen eines Projekts zugeschnitten ist. Nach Beendigung dieses Projekts können die teilnehmenden Unternehmen wieder ihren ursprünglichen Betrieb aufnehmen, ohne die finanziellen und strukturellen Konsequenzen von Modifikationen an betrieblichen Prozessen tragen zu müssen. Allerdings benötigen unterschiedliche Teilnehmer, die von unterschiedlichen Organisationen kommen und das Arbeiten mit heterogenen Datenquellen und -formaten gewohnt sind, für ihre Kommunikation eine einzige, einheitliche Schnittstelle und eine gemeinsame Anwendung. Das Projekt OSMOS hat eine Palette von internetbasierten Diensten und Tools hervorgebracht, mit denen sich die Forderung nach einem betriebsübergreifenden Informationsmanagement in dynamischen virtuellen Umgebungen erfüllen lässt.


Dazu identifizierte und beschrieb die OSMOS-Forschungsgruppe die in einem virtuellen Bauunternehmen ablaufende Grundprozesse, so z.B. die betriebsübergreifenden Wechselbeziehungen oder auch die Art und Semantik der Informationen, die in einem solchen Unternehmen produziert und ausgetauscht werden. Daneben untersuchte das Forschungsteam die vorhandenen Software-Anwendungen, die gewöhnlich in der Baubranche verwendet werden, um die für heterogene Anwendungen geeignete Architektur-Technologie auszuwählen.

Die Ergebnisse, die in der Entwurfsphase und nach entsprechender Generalisierung und Abstraktion erzielt wurden, führten zu den OSMOS-Konzeptmodellen und zur OSMOS-API (Application Programming Interface, Anwendungs-Programmierschnittstelle). Eine API ist eine Zusammenstellung bestimmter Funktionen, Routinen, Protokolle und Hilfsprogramme, die gewöhnlich zum Erstellen von Software-Anwendungsprogrammen verwendet werden, und dient zur Vereinfachung der Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Softwarekomponenten. Die vorgeschlagenen Modelle entsprechen den Arbeitsweisen und der betrieblichen Logik, wie sie im Kontext eines virtuellen Unternehmens zur Anwendung kommen. Die OSMOS-API - namentlich der High Security Service, der Information Management Service, der Service Manager Service und der mitteilungsbasierte Kommunikations-Service - sorgt für die nötige Verwaltung der einzelnen in einem Projekt enthaltenen Dienste und Informationen.

Kontakt:

University of Salford - ISI
Prof. Yacine Rezgui
Ashworth Building
M5 4WT Manchester, United Kingdom
Tel: +44-161-2955292
Fax: +44-161-7458169
Email: y.rezgui@salford.ac.uk

| ctm
Weitere Informationen:
http://www.isi.salford.ac.uk

Weitere Berichte zu: Bauunternehmen OSMOS-API Ressource

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Cybersicherheit für die Bahn von morgen
24.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise