Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Autonomie für Behinderte

12.08.2003


Menü zur Kommunikation über Buchstabeltafel. Aus einzelnen Buchstaben können Wörter und Phrasen gebildet werden. Diese Phrasen werden vom Computer mittels Sprachsynthesizer gesprochen.


AUTONOMY ist ein Software-Tool aus der Rehabilitationstechnologie, mit dessen Hilfe Behinderte mit ihrer Umgebung in Interaktion treten und auf augmentative und alternative Weise kommunizieren können. Außerdem unterstützt dieses auf Telematik- und Multimedia-Technologien basierende Hilfsmittel seine Benutzer in medizinischer und technischer Hinsicht.


Wir leben in einem Zeitalter, in dem technologische Neuerungen wie Computer oder PC-Hardware und -Software, aber auch Telekommunikationswege und -dienste ideale Voraussetzungen für die Entwicklung von Produkten und die Bereitstellung von Diensten geschaffen haben, die behinderten und älteren Menschen die Möglichkeit bieten, ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben zu führen, indem sie ihnen eine intensivere Kontrolle über ihr Lebensumfeld verschaffen. Multimedia- und Teleassistenz-Anwendungen sowie die Rehabilitationstechnologie stellen diesem Personenkreis geeignete Mittel zur Verfügung, um mit den Herausforderungen des täglichen Lebens besser fertig zu werden.

Ein Forschungsteam der Universität Wien entwickelte in diesem Projekt ein Softwareprogramm, das Behinderten helfen sollte, mit ihrer Umgebung effektiver zu kommunizieren und in Interaktion zu treten. Eigentlich handelt es sich bei dem Programm AUTONOMY um eine Kombination aus zwei Systemen, nämlich einem System zur Kontrolle der Interaktion mit der Umgebung (Environmental Control System, ECS) und einem System zur augmentativen und alternativen Kommunikation (Augmentative and Alternative Communication System, AAC-System).


Das ECS bildet eine maßgeschneiderte Schnittstelle zwischen den noch vorhandenen Fähigkeiten des Anwenders und seiner physischen Umgebung. Über diese Schnittstelle kann der Anwender eine Reihe von Elektro- und Kommunikationsgeräten, aber auch Türen und Fenster, per Fernbedienung steuern. Das AAC-System ist eine Kommunikationshilfe, die Personen, die zur üblichen Kommunikation nicht in der Lage sind, das Kommunizieren mit anderen Menschen und das Bedienen von Telekommunikationsgeräten erleichtert. Das Programm ist auch von einem Dienstleister wie z.B. einem Techniker, Therapeuten oder sonstigen Experten fernsteuerbar, so dass eine Telematikverbindung zwischen dem Anwender und dem Betreuer auf der einen und dem Dienstanbieter auf der anderen Seite besteht. Die Verbindung bietet nicht nur Video- und Telefoniefunktionen, sondern auch die Möglichkeit zur Fernsteuerung und zum Fernsupport des Anwender-PCs.

AUTONOMY ist ein hochgradig modulares System, das auf einem handelsüblichen Multimedia-PC mit dem Betriebssystem MS-Windows lauffähig ist. Das System ist das Ergebnis von mehreren Jahren Forschungsarbeit, das unter realen Bedingungen gründlich erprobt wurde und kommerziell lieferbar ist.

Kontakt:

Wolfgang Zagler
Vienna University of Technology
Institute of Industrial Electronics and Material Science
Rehabilitation Technology Group
Favoritenstrasse 11/366-1B
1040 Wien, Austria
Tel: +43 - 1-58801-76611
Fax: +43 - 1-58801-36697
Email: autonom@fortec.tuwien.ac.at

| ctm
Weitere Informationen:
http://www.fortec.tuwien.ac.at/autonom

Weitere Berichte zu: AAC-System Autonomie Behindert Interaktion Schnittstelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht CrowdWater: eine App für die Hochwasser-Forschung
18.05.2018 | Universität Zürich

nachricht Hochautomatisiertes Sehen auf dem Prüfstand
17.05.2018 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics