Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Infineon und das Bundesministerium des Inneren kooperieren

30.06.2003

Das Bundesministerium des Inneren (BMI) und Infineon Technologies wollen künftig eng im Bereich der IT-Sicherheit zusammenarbeiten. Bundesinnenminister Otto Schily und Dr. Ulrich Schumacher, Vorstandsvorsitzender von Infineon, unterschrieben heute in München das "Memorandum of Understanding" für eine weitreichende Sicherheitskooperation.

Ziel der Sicherheitskooperation zwischen dem BMI und Infineon ist es, die Grundlagen für eine verbesserte Sicherheit von IT-Systemen für die öffentliche Verwaltung, Unternehmen und Privathaushalte zu schaffen. Die Vertragspartner haben hierzu den engen Informationsaustausch zu drei Themenkomplexen vereinbart. Diese umfassen die Sicherheit im Bereich der Chipkartentechnologie, die Sicherheit zukünftiger mobiler Anwendungen und die Sicherheit elektronischer Komponenten, mit denen die Vertrauenswürdigkeit von PCs und PC-Netzwerken erhöht werden kann. Außerdem beabsichtigen BMI und Infineon, bei ausgesuchten Themen - wie etwa bei der Bürgerkarte mit digitaler Signatur oder BundOnline 2005 - gemeinsam Projekte zur Förderung des Einsatzes sicherer Informationstechnologien voranzutreiben. BundOnline 2005 ist eine seit Herbst 2000 laufende Initiative der Bundesregierung, um den Bundesbürgern bis 2005 alle onlinefähigen Dienstleistungen der Bundesverwaltung elektronisch verfügbar zu machen.

Im Mittelpunkt der Chipkartensicherheit stehen technologische Fragestellungen, die beispielsweise die Grundlage für neue elektronische Ausweise und das Gesamtkonzept für eine qualifizierte Signaturkarte bilden. Diese qualifizierte Signaturkarte für jeden Bürger soll die zukünftigen Anwendungen Bürgerkarte, Jobkarte und Gesundheitskarte auf der Basis des deutschen Signaturgesetzes und die Aufnahme biometrischer Funktionalität umfassen.

PC- und Netzwerksicherheit haben die Sicherheitsstandards der "Trusted Computing Group" zum Inhalt. Die "Trusted Computing Group" ist eine Industrieinitiative, in der die Anforderungen für einen vertrauenswürdigen PC standardisiert werden und die diesen effektiver unter anderem gegen Viren und unberechtigte Manipulationen absichern will.

Beim Thema der sicheren mobilen Lösungen wollen das BMI und Infineon gemeinsam Anwendungsszenarien und eine vertrauenswürdige mobile Plattform erarbeiten, damit beispielsweise Mobiltelefone oder andere mobile Endgeräte wie PDAs zukünftig zum Signieren von Daten oder zum Bezahlen mit größtmöglicher Sicherheit genutzt werden können.

"Unsere Informationsgesellschaft wird mobiler und verlangt nach modernsten Sicherheitsvorkehrungen. Zuverlässige Kommunikations- und Informationstechnologien sind erforderlich, die unsere Computersysteme und -netzwerke vor unberechtigter Nutzung und Manipulation schützen", erklärte Bundesinnenminister Otto Schily. "Von der intensiven Zusammenarbeit mit Infineon erwarten wir, unseren Bürgern wesentlich bessere Sicherheitsstandards zügig zur Verfügung zu stellen, gleichzeitig die öffentliche Verwaltung zu modernisieren und immer mehr Dienstleistungen bürgerfreundlicher online anzubieten."

"Moderne Chiptechnologien bieten schon heute ein breites Leistungsspektrum für flexible Sicherheitslösungen, die künftig in Ausweisdokumenten, mobilen Kommunikationsgeräten, PCs und Netzwerken die Basis für größtmögliche Sicherheit sein werden", sagte Dr. Ulrich Schumacher, Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG. "Unsere Sicherheitskooperation und der konsequente Einsatz chip-basierter Lösungen können Deutschland zum Schrittmacher von zukunftsweisenden Sicherheitsanwendungen in Europa machen."

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist über das BMI eng in die jetzt vereinbarte Sicherheitskooperation eingebunden.

| Infineon
Weitere Informationen:
http://www.innovations-report.de/html/profile/profil-1016.html
http://www.infineon.com

Weitere Berichte zu: BMI BundOnline Sicherheitskooperation Signaturkarte

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix
18.09.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht KATWARN warnt auch in Fremdsprachen
14.09.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie