Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Digitale Informationen individuell aufbereitet

03.06.2003


Im Rahmen des Informationstechnologie-Programms der EU wurde ein Projekt namens GUARDIANS (Gateway for User Access to Remote Distributed Information and Network Services) gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines modularen Schulungs- und Ausbildungsdienstes. Heute ist aus dieser Vision eine verallgemeinerte Architektur geworden, in der verschiedene neue Technologien zum Filtern von Informationen verwendet werden, so dass die Benutzer nur die von ihnen ausdrücklich gewünschten Informationen erhalten.



Auf der Grundlage der Ergebnisse aus dem im Vierten Rahmenprogramm durchgeführten GESALT-Projekt wurde mit GUARDIANS die geeignete Technologie für die nächste Generation des Informationsmanagements gefunden. Allgemein geht das Modell davon aus, dass die Benutzer über mehrere Geräte für den Informationszugriff verfügen, und dass die Informationsanbieter Informationen aus Content-Ressourcen sammeln und diese den Endnutzern zuführen.



Die derzeit gängigen Zugriffsgeräte ermöglichen dem Endnutzer nur das Suchen bei einem Informationsanbieter pro Ressource. Dieser Mediator agiert jedoch als Makler und durchsucht alle Content-Ressourcen aller bei Informationsdienst-Anbietern registierten Metadaten. Durch dieses leistungsstarke Merkmal ist das System in der Lage, alle Content-Ressourcen Korrektur zu lesen, da es unabhängig von Metadaten-Konzepten arbeitet. Es basiert jedoch auf Metadaten, die vom IM-System für Ausbildungs- und Schulungszwecke zur Verfügung gestellt werden, sowie auf TV-Anytime- und MPEG-7-Spezifikationen für die audiovisuellen und personalisierten TV-Anwendungen.

Dieses System war außerdem in der Lage, den kommerziellen Sektor zu nutzen, indem TV-basiertes Lernen in das IMS-Metadatenkonzeot eingebracht wurde. Dadurch versteht das System die persönlichen Vorzugseinstellungen des Endnutzers und Motivationen der Benutzer, wenn diese auf Inhalte zugreifen, die von einer Vielzahl von Dienstanbietern zur Verfügung gestellt werden. Durch Unterstützung von Funktionalitäten, mit denen die Benutzer von digitalen und interaktiven TV-Programmen bereits vertraut sind, kann Benutzern, die ein Programm zu einem beliebigen Thema betrachten, ein Schulungskurs zu diesem Thema angeboten werden.

Vom System werden zwei Kategorien von Benutzern definiert, nämlich diejenigen, die interaktiv mit dem System kommunizieren, und diejenigen, die sich zurücklehnen. Die Lernumgebung unterstützt einen Mitteilungsdienst, über den sich die Benutzer an Fragen und Antworten zu den Programmen beteiligen können, was auf Metadaten-Spezifikationen von IMS-QTI (IMS - Question and Test Interoperability) basiert. Darüber hinaus unterstützen europäische Sendeanstalten aktiv die IMS-QTI-Gemeinde, weil das System die Möglichkeit bietet, Begleitmaterial zum TV-basierten Lernen in einer vereinheitlichten Form zu präsentieren.

Weitere Entwicklungen sind aus der Möglichkeit hervorgegangen, die Ergebnisse unmittelbar nach ihrer Verfügbarkeit zu nutzen. Dies hat die Aufmerksamkeit von Unternehmenen wie British Telecom, BTexact Technologies und FD Learning erregt, und es man kann davon ausgehen, dass dies die künftige Entwicklung des GUARDIANS-Mediationsdienstes unterstützen wird. Insgesamt sieht GUARDIANS durch die vereinheitlichte Technologie, die Interaktivität des Systems, die Prozesse zur Informationsfilterung und die Fähigkeit zur praktisch verzögerungsfreien Nutzung von Ergebnissen einer verheißungsvollen Zukunft entgegen.

Kontaktangaben

Mr. Marcello Allegri
FD Learning Ltd, S2 4AN, Sheffield, UK
Tel: +44-114 - 2196076
Fax: +44-114 - 2816021
Email: marcello.allegri@fdlearning.com

| ctm
Weitere Informationen:
http://www.fdlearning.com

Weitere Berichte zu: Content-Ressource Digital Endnutzer GUARDIANS Metadaten

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Mehrkernprozessoren für Mobilität und Industrie 4.0
07.12.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Wenn das Handy heimlich zuhört: Abwehr ungewollten Audiotrackings durch akustische Cookies
07.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie