Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Schädling bedroht Windows-Systeme

20.05.2003


Der Wiener Anti-Viren-Spezialist Ikarus schlägt Alarm. Ein brandneuer Wurm feiert derzeit fröhliche Urständ’ und dürfte in den nächsten Stunden tausende Windows-Systeme befallen.



Er kommt per E-Mail-Attachment mit .PIF- oder .PI-Ednung und ist etwa 50KB groß, allerdings wird in vielen Windows-Installationen die Dateiendung nicht angezeigt. International wurde er auf zwei verschiedene Namen getauft, "Palyh" und "Mankx". "Wir haben innerhalb weniger Minuten 100 infizierte Mails erhalten", berichtet Ikarus-CEO Joe Pichlmayr, "Das droht ein Großer zu werden. Ich gehe davon aus, dass wir in Kürze einige Tausend infizierte Mails abgefangen haben werden."



Der Schädling nutzt keine Sicherheitslücke in der Systemsoftware, sondern mangelndes Gefahrenbewusstsein von Usern aus: Er kann nur durch Öffnen des Attachments aktiviert werden. Um die User dazu zu verleiten, tarnt er sich mit der Absenderadresse "support@microsoft.com" als Nachricht aus Redmond. Subject- und Attachment-Bezeichnung sind variabel. Ist Palyh einmal aktiviert, bringt er seine eigene Versandroutine mit, ist also nicht auf das Vorhandensein bestimmter E-Mail-Software angewiesen. Laut Pichlmayr verteilt sich der in der vergangenen Nacht erstmals aufgetauchte Virus gerade über den gesamten Globus. Auch in der pressetext.austria-Redaktion sind bereits Exemplare eingetrudelt, die vom Virenschutz aber identifiziert werden konnten.

Der Wurm durchsucht im infizierten System alle Dateien mit den Endungen .TXT, .EML, .HTML, .HTM, .DBX und .WAB und verschickt sich an alle darin enthaltenen E-Mail-Adressen. Außerdem verteilt er sich über Netzwerke, an die der infizierte PC angeschlossen ist. Er versucht sich in das Auto-Start-Verzeichnis aller angebundenen Windows-Systeme zu kopieren. Darüber hinaus schreibt er neue Einträge in die Registry und dokumentiert die Liste aller E-Mail-Adressen, an die er sich versandt hat, in einer "hnks.ini" genannten Datei im Windows-Verzeichnis. Eine Datei namens "mdbrr.ini" im gleichen Verzeichnis speichert die Konfiguration des Wurmes.

Wie auch der Fizzer-Wurm http://www.pte.at/pte.mc?pte=030513041 , der es als erster Schädling nach einem Jahr geschafft hatte, Klez.H von der Spitze der Virenrangliste zu vertreiben, verfügt Palyh über eine Updatefunktion. Er kann sich bis Ende Mai selbst durch den Aufruf einer bestimmten Website aktualisieren und dadurch potenziell zusätzliche Schadensroutinen erhalten.

Die Tips von Virendoktor Pichlmayr: "Stehen Sie jedem ausführbaren Dateianhang kritisch gegenüber. Löschen Sie Attachments im Zweifelsfall. Starten Sie keine Attachments ohne diese vorher auf Viren geprüft zu haben. Und aktualisieren Sie die Virendefinitionen ihrer Anti-Viren-Software regelmäßig." Die großen Antivirensoftware-Hersteller bieten bereits entsprechende Downloads an. (Ende)

Daniel A. J. Sokolov | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ikarus-software.at

Weitere Berichte zu: Attachment Schädling Windows-System

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Layouterfassung im Flug: Drohne unterstützt bei der Fabrikplanung
19.05.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Intelligente Industrialisierung von Rechenzentren
15.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie