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Schnelle Datenkompression

15.04.2003


Ein neues Datenkompressionssystem erreicht jetzt einen Kompressionsgrad, der nicht weniger als das Zehnfache als derjenige aller anderen heute verfügbaren Datenkompressionssysteme beträgt. Eine weitere herausragende Eigenschaft besteht darin, dass es das erste Internet Protocol- (IP-) Kompressionssystem der Welt ist.



In den siebziger Jahren wurden Datenkompressionsverfahren auf der Basis des Lempel-Ziv-Kodierverfahrens (LZ-Verfahrens) entwickelt, das zum am häufigsten verwendeten Verfahren seiner Art wurde. Heute gibt es vom LZ-Verfahren vielfältige Varianten, von denen es jedoch keine mit dem in Lettland entwickelten Datenkompressionssystem aufnehmen kann.



Datenkompressionssysteme verwenden Algorithmen, bei deren Kodierung ein Freiparsing-Verfahren zur Anwendung kommt. Das neue System vereinfacht dieses Verfahren erheblich und ist daher weitaus schneller: Es kann Datenströme mit Datenraten von bis zu 1 Gbit/Sekunde komprimieren.

Aufgrund dieser ultraschnellen Datenkompression bringt es dieses System nicht nur auf einen sehr hohen Kompressionsgrad, sondern es lässt sich auch hardwaremäßig ausgesprochen einfach implementieren, arbeitet supersymmetrisch und hat nur geringen Speicherbedarf. Für die Hardware-Version besitzt es eine kalkulierbare Kompressions- und Dekompressionszeit, und für die Software-Version eine gute bzw. Worst-case-Kompressionszeit.

Abgesehen von diesen einzigartigen technologischen Fortschritten, hat es eine extrem niedrige Leistungsaufnahme, kommt ohne hochmoderne Chips aus, ist für mobile und integrierte Geräte geeignet und letztlich sehr preisgünstig in der Anwendung. Zu den weiteren Vorzügen gehört eine simultane Kompressions- und Beschleunigungsfunktion für Speichergeräte und Netzwerke. Daneben verfügt das System über Tausende von unterschiedlichen Algorithmen auch für noch so spezielle Anforderungen.

Die Entwickler haben dieses System bereits für Handheld-Computer mit Palm OS sowie für Smartphones eingesetzt. Im dritten Quartal 2003 werden zudem eine VHDL-Bibliothek (VHDL = Very high-speed integrated circuit Hardware Description Language), Kompressionsprozessoren oder andere Hardware-Implementierungen erscheinen.

Durch die Kombination der schnelleren Technologie von heute mit der von morgen sollte es möglich sein, dass dieses System noch kompakter, schneller und billiger wird. Damit dürften Kompressionsraten realisierbar werden, von denen man noch vor nicht allzu langer Zeit nur träumen konnte.


Kontakt

Valdis Shkesters (Mr)

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