Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

(IPM) hat durch ein patentiertes Verfahren die Qualität von 3D-Computerdarstellungen verdoppelt

11.03.2003


Weltneuheit ist geeignet für jeden PC: Kasseler Verfahren verdoppelt Qualität von 3D-Darstellungen.


Mit einer Weltneuheit wird die Kasseler Universität bei der Computermesse CeBIT in Hannover (vom 12. bis 19. März) vertreten sein: Das Institut für Periphere Mikroelektronik (IPM) hat durch ein patentiertes Verfahren die Qualität von 3D-Computerdarstellungen verdoppelt. Die dazu entwickelten Komponenten werden so preisgünstig sein, dass sie für jeden PC- oder Laptop-Nutzer erschwinglich sind und er sie für Animationen oder Spiele anwenden kann.

Möglich wird das durch eine neu entwickelte Software, außerdem kreierte das seit 1992 am Fachbereich Elektrotechnik/Informatik bestehende Institut ein Linsenrasterprofil, das eine deutlich höhere Auflösung von Bildern ermöglicht. Um bisher dreidimensionale Darstellungen am Computer zu betrachten, benötigte man eine spezielle Brille. 3D-Lösungen, die ohne dieses Hilfsmittel auskommen, werden nur zu Versuchszwecken - etwa in Labors ? angewendet. Denn sie sind vergleichsweise teuer: Die Preise liegen zwischen 15 000 und 20 000 Euro. Die erste von vier in Kassel entwickelten Ausbaustufen für PC oder Laptop hingegen wird sogar kostenlos zu haben sein. Über das Internet will das IPM voraussichtlich ab Juni eine Software verfügbar machen, mit der ein Computer oder ein Laptop aufgerüstet werden kann.


Voraussetzung ist lediglich eine leistungsfähige Grafikkarte, PC’s müssen außerdem einen Flachbildschirm besitzen. Neben der Software wird das IPM via Internet auch die Informationen für eine im Institut entwickelte Rastermaske liefern, die mit einfachen Mitteln am Bildschirm angebracht wird. Diese Maske lässt sich auf einer durchsichtigen Folie mit einem herkömmlichen Drucker herstellen. In dieser Variante muss der Kopf des Betrachters freilich ständig in der gleichen Position verharren, um ein Bild mit kontinuierlicher Qualität sehen zu können. Der richtige Abstand der Augen zum Monitor lässt sich aber durch einen Teststreifen auf der Rastermaske kontrollieren.

Die Qualität des 3D-Bildes verbessert sich deutlich in der zweiten Ausbaustufe durch eine verbesserte ? und dann kostenpflichtige - Software sowie eine im IPM entwickelte Linsenrasterscheibe, die vor den Bildschirm gestellt wird. In einer dritten Ausbaustufe kann der Computernutzer einen so genannten Head- oder Eye-Tracker am Computerbildschirm befestigen, den die in Kassel entwickelte Software automatisch erkennt. Diese besondere Art von Kamera stellt die Position der Augen fest, so dass der Betrachter die Stellung des Kopfes verändern kann, ohne dass seine 3D-Sicht eingeschränkt wird.

In einer letzten Ausbaustufe, an der noch gearbeitet wird, soll die Funktion des Head-Trackers in den Bildschirm integriert werden. Außerdem sollen dann auf mehreren Bildschirmen Panoramadarstellungen möglich sein.

Auf der CeBIT ist das Institut für Periphere Mikroelektronik mit seinen Neuentwicklungen am Stand D 41 in der Halle 11 zu finden.

Infos zum Thema:

Universität Kassel
Prof. Dr. Siegbert Hentschke
Institut für Periphere Mikroelektronik
Telefon: (0561) 804 6348
Telefax: (0561) 804 6004
Email: hentschke@uni-kassel.de

Prof. Dr. Siegbert Hentschke | Universität Kassel
Weitere Informationen:
http://www.uni-kassel.de/fb16/ipm/dt/index.html

Weitere Berichte zu: 3D-Computerdarstellung Ausbaustufe IPM Mikroelektronik Periphere

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Layouterfassung im Flug: Drohne unterstützt bei der Fabrikplanung
19.05.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Intelligente Industrialisierung von Rechenzentren
15.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Im Focus: XENON1T: Das empfindlichste „Auge“ für Dunkle Materie

Gemeinsame Meldung des MPI für Kernphysik Heidelberg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

„Das weltbeste Resultat zu Dunkler Materie – und wir stehen erst am Anfang!“ So freuen sich Wissenschaftler der XENON-Kollaboration über die ersten Ergebnisse...

Im Focus: World's thinnest hologram paves path to new 3-D world

Nano-hologram paves way for integration of 3-D holography into everyday electronics

An Australian-Chinese research team has created the world's thinnest hologram, paving the way towards the integration of 3D holography into everyday...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

Flugzeugreifen – Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Myrte schaltet „Anstandsdame“ in Krebszellen aus

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

22.05.2017 | Physik Astronomie

Wie sich das Wasser in der Umgebung von gelösten Molekülen verhält

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie