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Virtuelle Maus und 3D-Touchscreen für Handys

06.03.2003


Zur komfortableren Bedienung von Mobiltelefonen haben Siemens-Entwickler eine virtuelle Maus und ein völlig neuartiges 3D-Touchscreen-Display entwickelt. Mit der virtuellen Maus können Anwender das Menü ihres Handys mit Bewegungen der Hand steuern. Auch das Touchscreen-Display reagiert auf einen Fingerzeig, wie auf der CeBIT (12. bis 19. März in Hannover) zu sehen sein wird. Die virtuelle Maus befindet sich in einem Handy, in dessen Rückteil eine Kamera eingebaut ist. Die Kamera überträgt ihr Bild direkt auf das große Farbdisplay. Wenn der Benutzer einen normalen Schreibstift in etwa 30 Zentimeter Entfernung vor die Kamera hält, erkennt das System dessen Spitze als Mauszeiger. Im Display erscheint dann an der Stiftspitze ein roter Punkt. Mit den Bewegungen des Stifts kann der Benutzer den Punkt über das Display steuern und die Funktionen des Handys bedienen: eine Nummer wählen, SMS-Texte eingeben, zeichnen oder spielen. Die Entwickler haben ein einfaches Spiel programmiert, bei dem der Anwender nach unten fallende Teufelchen durch Berührungen mit dem roten Punkt in Engelchen verwandeln muss, die dann auf dem Display nach oben steigen. Dazu muss er den Stift richtig vor der Kamera bewegen.



Mit dem 3D-Touchscreen-Display könnten Handys völlig ohne Tasten auskommen. Auf dem Display ist eine Tastatur dargestellt. Wenn der Anwender seinen Finger darüber hält, wird die betreffende Stelle vergrößert. Mit einem Druck in Richtung Oberfläche wählt der Anwender dann den Buchstaben oder die Zahl aus. Siemens zeigt auf der CeBIT einen Demonstrator des Displays, das mit einem völlig neuen Touchscreen-Sensor arbeitet. In das Glas des Displays ist eine unsichtbare Matrix eingebettet, die das elektrische Feld eines sich nähernden Fingers misst. Damit ermittelt es dessen exakte Position und stellt sie auf dem Display dar. Die Entwickler veranschaulichen die Leistungsfähigkeit des Systems mit einer einfachen Testanwendung auf dem Prototypen: Ein Augenpaar in der Mitte des Displays verändert seine Größe je nach Entfernung eines Fingers von der Oberfläche. Außerdem blicken die Augen immer in die Richtung des Fingers. Gezeigt werden zwei verschiedene Varianten von Keyboards zur Eingabe von Buchstaben und Zahlen sowie die Eingabe mit einer Handschriftenerkennungs-Software.

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Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens Newsdesk
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http://www.siemens.de/newsdesk

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