Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

M-RAM, der Lese - Schreib - Speicher der Zukunft

20.02.2003


Forschern der STIC (Informations- und Kommunikationstechnologien) und der SPM (Physik und Mathematik) Abteilungen des CNRS ist es gelungen, für M-RAM („Magnetic Random Access Memory“, einem Speichertyp, der vor 5 Jahren von IBM entwickelt wurde) eine Schreibgeschwindigkeit zu erreichen, die der Geschwindigkeit der traditionellen Lese - Schreib - Speicher ähnlich ist. Diese Entdeckung könnte es M-RAM ermöglichen, sehr bald in Computern, Handys und Fotoapparaten zum Einsatz zu kommen. Die heutigen Lese - Schreib - Speicher (SDRAM: Synchronous Dynamic random Access Memory, DDRAM: Double Data Random Access Memory) speichern Informationen als elektrische Ladung. Wenn Strom vom Speicher abgeschaltet wird, verschwindet die Information unwiederbringlich. Andere Speicherarten können dieses Problem lösen (z.B. der „Flash“ Speicher). Um jedoch Informationen auf solche Speicher zu schreiben, benötigt man relativ viel Energie und das Schreiben lässt sich nur viel langsamer als mit RAM Speicher vollziehen.

Die M-RAM Technologie, deren Prinzip von den IBM Laboratorien entwickelt wurde, ist in der Lage, die Vorteile beider Speichervarianten zu bündeln. M-RAM ist ein permanenter, nicht volatiler Speicher. Selbst wenn alle Aktivitäten, für die man Strom benötigt, abgeschlossen wären, könnte der Computer wieder genau an dem Punkt ansetzen, an dem die Arbeit beendet wurde. Aus diesem Grund kann das M-RAM Informationen auch gänzlich ohne Strom aufbewahren, wie andere magnetische Speicherformen auch.

CNRS Forscher des Labors für Grundlagenelektronik (IEF) und des Labors für Festkörperphysik (LPS) konnten solch einen Speicher schneller als ein Lese - Schreib -Speicher arbeiten lassen. Die ersten M-RAM Prototypen sind bescheiden (4 Mb im Jahre 2002 von Motorola). Diese Beschleunigung der M-RAM bietet auch neue Anwendungsgebiete: Ersatz für Flash Memories, die in numerischen Fotoapparaten benutzt werden, jedoch sehr langsam sind; und auf dem Gebiet der Weltraumforschung, da die auf Magneten basierende Funktion von Strahlen nicht beeinflusst wird.



Kontakt: Claude Chappert


Institut d’Electronique Fondamentale, Bât 220,
Université Paris-Sud , Centre d’Orsay, 91405 Orsay cedex
+33 1 69 15 40 42

+33 1.69.15.78.41
chappert@ief.u-psud.fr

Jacques Miltat
Laboratoire de Physique des Solides, UMR 8502,
Université Paris-Sud, Bät. 510, 91405 Orsay cedex
+33 1 69 15 53 74
+33 1 69 15 60 86
miltat@lps.u-psud.fr

Quelle: Information Presse CNRS, 6 Februar 2003
Redakteur: Jean-Michel Nataf, France@nusurf.at

Quelle:
Wissenschaft-Frankreich 25, 19.02.2003
Französische Botschaften in Deutschland und in Österreich
Kostenloses Abonnement durch E-Mail : sciencetech@botschaft-frankreich.de

| Wissenschaft-Frankreich Nr. 25
Weitere Informationen:
http://www.u-psud.fr/ief

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Neuer Kaba Zylinder mit Service-Funktion: Zeitlich begrenzter Zutritt für Servicepersonal
07.12.2017 | dormakaba Deutschland GmbH

nachricht Auf dem Weg zum Nano-Datenspeicher
06.12.2017 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Im Focus: Towards data storage at the single molecule level

The miniaturization of the current technology of storage media is hindered by fundamental limits of quantum mechanics. A new approach consists in using so-called spin-crossover molecules as the smallest possible storage unit. Similar to normal hard drives, these special molecules can save information via their magnetic state. A research team from Kiel University has now managed to successfully place a new class of spin-crossover molecules onto a surface and to improve the molecule’s storage capacity. The storage density of conventional hard drives could therefore theoretically be increased by more than one hundred fold. The study has been published in the scientific journal Nano Letters.

Over the past few years, the building blocks of storage media have gotten ever smaller. But further miniaturization of the current technology is hindered by...

Im Focus: Successful Mechanical Testing of Nanowires

With innovative experiments, researchers at the Helmholtz-Zentrums Geesthacht and the Technical University Hamburg unravel why tiny metallic structures are extremely strong

Light-weight and simultaneously strong – porous metallic nanomaterials promise interesting applications as, for instance, for future aeroplanes with enhanced...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Papstar entscheidet sich für tisoware

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

Natürliches Radongas – zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

„Spionieren“ der versteckten Geometrie komplexer Netzwerke mit Hilfe von Maschinenintelligenz

08.12.2017 | Biowissenschaften Chemie