Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Intelligente Lösungen für gemeinsames Arbeiten in verteilten Systemen

16.01.2003


Für ein effektives Arbeiten in Unternehmen, der Wissenschaft oder in der Verwaltung ist eine optimale Verteilung und Nutzung von knappen menschlichen und technischen Ressourcen unerlässlich. Zu jeder Zeit, an jedem Ort und möglichst passgenau sollen Wissen, Daten, Rechnerkapazitäten und Geräte zur Verfügung stehen. Verteilte Systeme ermöglichen über Landes- und zeitliche Grenzen hinweg die optimale Bündelung der Ressourcen. Auf der Themeninsel »Verteilte Systeme« auf dem Fraunhofer-Stand der CeBIT 2003 (12. bis 19. März 2003 in Hannover, Halle 11, Stand A24 / B36) werden Technologien für Grid-Computing, Collaborative Virtual Environments, E-Learning und Softwareentwicklung vorgestellt. Sie ist Teil des Gemeinschaftsstandes, auf dem die Fraunhofer-Gesellschaft unter dem Motto »Intelligente Lösungen für eine Welt im Wandel« aktuelle Forschungsergebnisse aus der Informations- und Kommunikationstechnik präsentiert.


Grid-Computing

Mit Hilfe von Computing-Grids können Hard- und Softwareressourcen über Kontinente hinweg und unabhängig von der verwendeten Plattform gebündelt und genutzt werden. Zur Lösung von komplexen Problemen wird die Leistung mehrerer Rechner zu einer Art virtuellem »Supercomputer« zusammengeschaltet. Im Katastrophenschutz kommen Computing-Grids bei der Bündelung und Kopplung von komplexen Umweltsimulationen zum Einsatz, die nach Terroranschlägen oder Industrieunfällen die Verbreitung von Schadstoffen in der Umgebung simulieren.


Collaborative Virtual Environments

Die Arbeit der Zukunft findet in kollaborativen virtuellen Umgebungen statt. Kosten- und zeitintensive Dienstreisen entfallen, wenn sich Kollegen aus der ganzen Welt mittels 3-D-Videokonferenz zur gemeinsamen Projektarbeit im virtuellen Konferenzraum treffen. Architekten und Makler werden von webbasierten Planungssystemen bei der Standortentscheidung unterstützt. Content Management Systeme ermöglichen nicht nur Dokumente gemeinsam zu erstellen und nutzen, sondern auch den gesamten Arbeitsprozess zu planen, steuern und optimieren.

E-Learning

Um sich persönlich weiterzubilden, braucht man künftig nicht mehr die Schulbank zu drücken: Innovative Werkzeuge und Konzepte des E-Learnings, von der Entwicklungsumgebung für Lernsoftware bis zum Qualifizierungsbaukasten für Software-Ingenieure, ergänzen den Frontalunterricht im Klassenzimmer und ermöglichen das individuelle Lernen »just in time«. Knowledge-Management-Systeme ergänzen diese Angebote und gewährleisten eine optimale Organisation, Bewertung und Nutzung von organisationsinternem Wissen. Eine integrierte 3-D-Visualisierung ermöglicht ihre intuitive Bedienbarkeit.

Software-Entwicklung

Effektives Software-Engineering sorgt für die Sicherheit in verteilten Systemen. Die automatische Generierung von Testfällen erleichtert umfangreiche Tests, die jedes neue Softwaresystem vor der Implementierung durchlaufen muss. Sicherheitslücken in verteilten Systemen, die unterhalb der Wahrnehmung eines menschlichen Prüfers liegen, können mit einem automatischen Sicherheitscheck aufgespürt werden. Komponenten- und Produktlinientechnologien sorgen für eine einfache Aktualisierung von komplexen Systemen und ermöglichen die Wiederverwendung von Software-Artefakten, wodurch die Produktivität gesteigert und die Fehlerträchtigkeit verringert wird.

Ansprechpartner:
Mirjam Kaplow
Telefon 0 30 / 63 92-18 08
Fax 0 30 / 63 92-18 05

Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik FIRST
Kekuléstraße 7
12489 Berlin-Adlershof

| Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.first.fraunhofer.de/
http://www.fraunhofer.de/german/press/pi/pi2003/01/exponate.html
http://www.cebit.de/

Weitere Berichte zu: Bündelung Computing-Grid E-Learning Intelligent Ressource

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Plattformübergreifende Symbiose von intelligenten Objekten im »Internet of Things« (IoT)
09.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

nachricht Von Fußgängern und Fahrzeugen: Uni Ulm und DLR sammeln gemeinsam Daten für das automatisierte Fahren
09.12.2016 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie