Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Platz eins auf der Green500 für neuen ITWM-Cluster

02.07.2008
Das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM installiert einen neuen Supercomputer-Cluster, der zu den energieeffizientesten der Welt gehört.
Auf der Green500, dem weltweiten Ranking für energieeffiziente Rechner, teilt sich der neue Cluster (BladeCenter QS22 Cluster, PowerXCell 8i 3.2 Ghz, Infiniband) Platz eins mit dem baugleichen System bei IBM.

Mit einem Verbrauch von nur ca. 2 Watt je Gigaflop (488,1 Mflop/Watt) und einer Gesamtleistung von 9.259 Teraflop/s (ca. 9.2 Billiarden Rechenschritte/sec) zählt das System auch zu den stärksten Rechen-Clustern in Deutschland. Das Fraunhofer ITWM wird das neue System für die Entwicklung neuer Multicore-Softwaretechnologien und für Simulationsberechnungen in der Seismik, der Strömungsdynamik, der Molekulardynamik und für Finanzsimulationen einsetzen.

Im Bereich der Seismik und Finanzen nutzt das ITWM eigene bereits für die Cell CPU optimierte Software und erzielt damit Leistungen, die noch deutlich über der Linpack Performance liegen.

"Mit dem neuen Supercomputer wollen wir auf einer größeren Skala neue Multicore-Technologien erproben und erwarten für eine Reihe von eigenen Anwendungen bei geringerem Energieeinsatz und Raumverbrauch eine deutliche Leistungssteigerung. Bereits seit 2004 befassen wir uns mit der Cell-Architektur und sind aktuell dabei, Entwicklungen in die industrielle Praxis umzusetzen.", sagt Dr. Franz-Josef Pfreundt, Leiter Competence Center HPC und Visualisierung und Leiter IT des ITWM.

Entwickelt und getestet wurde der Supercomputer-Cluster von Experten im IBM Entwicklungszentrum Böblingen. Er besteht aus insgesamt 70 IBM QS22-Bladeservern mit insgesamt 140 IBM PowerXCell 8i Chips, der Nachfolgegeneration des Cell/B.E. Prozes-sors, der in Spielekonsolen des Typs Playstation 3 verwendet wird. Die QS22-Bladesysteme finden übrigens auch Verwendung im Roadrunner-Supercomputer, dem ersten System weltweit, das die Rekordmarke von einem Petaflop/s erreicht hat. Die Basiskomponenten - das QS22-Bladesystem und das entsprechende Linux-Derivat - stammen aus dem IBM Entwicklungszentrum Böblingen.
"Das System IBM BladeCenter QS22 wurde im Böblinger IBM Ent-wicklungszentrum in Zusammenarbeit mit Experten aus weltweit verteilten Entwicklungszentren der IBM als enorm leistungsfähiges und energieeffizientes System entwickelt.", sagt Oliver Rettig, Blade Program Manager, IBM Deutschland Entwicklung GmbH.
... mehr zu:
»Green500 »ITWM »QS22-Bladesystem

Durch den Einsatz des leistungsfähigen Cell Clusters, das ein vorhandes 10 Teraflop/s Standard-Cluster ergänzt, will das Fraun-hofer ITWM verbesserte Arbeitsmöglichkeiten für seine Forscher am Standort Deutschland schaffen und leistungsfähigere Software für den Einsatz in der Industrie entwickeln.

| Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de
http://www.itwm.fhg.de/de/hpc/hpc/

Weitere Berichte zu: Green500 ITWM QS22-Bladesystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten
22.08.2017 | Fraunhofer IPM

nachricht Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement
21.08.2017 | ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie