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SqueakSVN unterstützt Programmierer und erleichtert Softwareentwicklung

27.06.2008
Studenten des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts haben eine Software entwickelt, die die Programmier- und Multimediaumgebung Squeak um zahlreiche Werkzeuge zur Versionsverwaltung erweitert.

Diese optimieren die Prozesse bei der Softwareentwicklung und ermöglichen neue Arten der Zusammenarbeit bei der Erstellung von Software in Teams. Das Ergebnis wurde beim Bachelorpodium am 27. Juni vorgestellt, zu dem rund 200 Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft nach Potsdam gekommen waren.

Squeak ist eine vollständig objektorientierte Umgebung auf der Basis der Programmiersprache Smalltalk, die zum Beispiel auf dem Laptop der One-Laptop-Per-Child Initiative zum Einsatz kommt. In dieser Programmierumgebung ist es leicht möglich, komplexe Softwareprojekte zu realisieren.

"Trotz der komfortablen Entwicklungsumgebung ist es bei umfangreichen Projekten immer schwer, den Überblick über alle Änderungen und verschiedene Versionen des Programms zu behalten", erklärte Michaela Urbat, Sprecherin des fünfköpfigen Studententeams. Daher entwickelten die Studenten in Kooperation mit dem Partnerunternehmen CollabNet aus Kalifornien eine Anbindung Squeak an Subversion (SVN), einem weit verbreiteten Werkzeug zur Versionsverwaltung von Quelltext.

"Damit ermöglichen wir Squeak-Programmierern eine effizientere Softwareentwicklung", sagte Urbat bei der Präsentation der Projektarbeit. "Unsere Lösung 'SqueakSVN' erspart den Entwicklern viel Koordinations-Aufwand - Zeit, die sie jetzt in das eigentliche Programmieren investieren können!"

Betreut wurde die Bachelorprojektgruppe vom HPI-Fachgebiet Software-Architekturen von Prof. Dr. Robert Hirschfeld. Das Fachgebiet befasst sich mit grundlegenden Elementen und Strukturen von Software-Systemen. Dabei werden Methoden, Werkzeuge und Beschreibungsmittel untersucht und entwickelt, die die Gestaltung und das Verständnis komplexer Systeme ermöglichen.

Bachelorpodium - Ausweis der praxisnahen Ausbildung am HPI

Beim "Bachelorpodium" des Hasso-Plattner-Instituts präsentieren Bachelorstudenten seit 2005 jedes Jahr einer interessierten Öffentlichkeit die Ergebnisse ihrer Praxis-Projekte, die sie in Teams von vier bis acht Studenten am Ende ihres Bachelorstudiums absolviert haben. Sie zeigen, wie sie zwei Semester lang - von ihren Professoren angeleitet - größere praktische Aufgaben der Informationstechnologie eigenverantwortlich angepackt und welche innovativen Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft sie dabei entwickelt haben. Projektgeber sind renommierte Unternehmen und Institutionen aus ganz Deutschland. Eine Übersicht über die laufenden Projekte gibt die HPI-Internetseite

http://www.hpi.uni-potsdam.de/lehre/studienprojekte/bachelorprojekte.html.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an - eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit circa 400 Studenten genutzt wird. Insgesamt 50 Professoren und Dozenten sind am HPI tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme.

Frieder Bechtel | idw
Weitere Informationen:
http://www.hpi-uni-potsdam.de/bachelorpodium
http://www.hpi.uni-potsdam.de/lehre/studienprojekte/bachelorprojekte.html

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