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Senioren telefonieren mit

19.06.2008
Am Fachgebiet Arbeitswissenschaft & Produktergonomie der TU Berlin entwickelt die Generation 55+ auch Handys

Am Wochenende beginnt die 34. Seniorenwoche. Einige Senioren werden wohl kaum Zeit haben, Veranstaltungen wie "Montagstanz" oder "Basteln" zu besuchen.

Die Mitglieder der "Senior Research Group" der TU Berlin werden sich auf das nächste Treffen vorbereiten, bei dem über eine bedienungsfreundliche Universalfernbedienung diskutiert wird.

Das "Komfort-Mobiltelefon", speziell für die Zielgruppe 55+ erdacht, gibt es aktuell sogar in einem großen Discountmarkt. Die pfiffigen Berliner Senioren waren für einige der Features Ideengeber.

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Am Fachgebiet Arbeitswissenschaft & Produktergonomie der TU Berlin beschäftigen sich die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit ergonomischer Produktgestaltung und der Benutzerfreundlichkeit von Alltagsgegenständen. Alles begann 1997 mit dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojekt Sentha.

"Die Abkürzung steht für Senioren gerechte Technik im häuslichen Alltag", erläutert Prof. Dr. med. habil. Wolfgang Friesdorf, Leiter des Fachgebietes. "Wir erarbeiten Grundlagen, die dazu beitragen, dass alte Menschen möglichst lange, komfortabel und selbstbestimmt zu Hause leben können."

Während des DFG-Projektes wurden Hunderte Senioren zu bestimmten Produkten befragt und bei vielen der Bedarf an Technologie in den eigenen vier Wänden ermittelt. "Einige der Senioren wollten uns auch weiterhin unterstützen und gründeten die Senior Research Group", sagt Dipl.-Ing. Sebastian Glende, der die Aktivitäten der Gruppe mit den einzelnen Projekten des Fachbereiches wissenschaftlich koordiniert. Unter seinem Vorgänger Kai-Uwe Neth kam der erste Kontakt mit der Industrie zustande und ein Handyhersteller lud zum Workshop.

"Einige der Ideen von damals, etwa dass Senioren Probleme mit der Doppeltastenkombination für die Tastensperre hatten und sich einen einfachen Schiebeknopf wünschten, finden sich im aktuell angebotenen Handy wieder", sagt Glende. Das gilt auch für das große Display und die griffigen Tasten. Allerdings, weiß Glende, seien seine Researcher anspruchsvoll in Sachen Design und Funktionalität. Und flott im Finden von Fehlern oder ungenauen Erklärungen. So wirkten die Senioren auch an der Optimierung der Bedienungsanleitung und der Verpackung des Produktes mit.

Von einem klassischen Marktforschungsinstitut grenzt Glende seine Senioren klar ab: "Uns geht es um die qualitative Verbesserung von Produkten. Im Idealfall müssten unsere Researcher bei jedem Schritt der Entwicklung eines Produktes involviert sein." Was so selbstverständlich klingt - die Einbeziehung der Zielgruppe in die Entstehung der Optimierung eines neuen Produktes - ist es mitnichten. "Ein junger Entwickler kann sich vielleicht in die Zielgruppe Kind oder junge Erwachsene hinein denken. Der Erfahrungshorizont Senior fehlt ihm zwangsläufig aufgrund seines Alters", resümiert Glende.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dipl.-Ing Sebastian Glende, Fachgebiet AwB Arbeitswissenschaft und Produktergonomie, Fasanenstraße 1, Eingang 1, D-10623 Berlin, Tel.: 030/314-79510, Fax: -79507, E-Mail: sebastian.glende@tu-berlin.de, www.awb.tu-berlin.de

Weitere Informationen:
http://www.awb.tu-berlin.de
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=37132
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608

Dr. Kristina R. Zerges | idw
Weitere Informationen:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/

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