Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Tor öffnet sich für ein europäisches eGovernment: SEMIC.EU wird am 17. Juni 2008 ins Leben gerufen

23.05.2008
Die Generaldirektion Informatik (DIGIT) der Europäischen Kommission veranstaltet am 17. Juni 2008 einen Festakt um die Veröffentlichung der Internet-Plattform "Semantic Interoperability Centre Europe", kurz "SEMIC.EU" zu würdigen. Ort der Veranstaltung ist das Jolly Hotel du Grand Sablon in Brüssel. Das Fraunhofer ISST hat als Teil eines Projektkonsortiums, zusammen mit der ]init[ Ag, GEFEG und der France Telekom, die Plattform konzipiert und entwickelt.

Ziel von SEMIC.EU ist eine europaweite Harmonisierung der landesspezifischen eGovernment Strukturen. Die Vision ist somit ein Austausch von elektronischen Verwaltungsdaten über Europäische Grenzen der Geographie, Technik und Linguistik hinweg.

Bei SEMIC.EU handelt es sich um ein Teilprojekt der IDABC (Interoperable Delivery of European eGovernment Services to public Administrations, Businesses and Citizens). Im Kern handelt es sich bei SEMIC.EU um eine Internet Plattform, die der Erfassung von interoperability assets dient, die Europa-weit einsetzbar sind und sich mit dem Kern-Problem, der Interoperabilität, also der Austauschbarkeit von Daten über Systemgrenzen hinweg, befassen.

Die eGovernment Spezialisten des Fraunhofer ISST blicken diesem 17. Juni mit einiger Erwartung entgegen, arbeiten sie doch bereits seit einem halben Jahr an der Konzeption und technischen Umsetzung von SEMIC.EU. Das ISST hat über eine best practice Studie bisher besonders erfolgreiche assets ermittelt (darunter auch die elektronische Fallakte eFA), diese analysiert und auf der Basis der erhaltenen Daten den Clearing Process für SEMIC.EU entwickelt.

... mehr zu:
»IDABC »SEMIC

Mit Hilfe des Clearing Process kann ein asset, selbst wenn es sich zunächst nur um eine Idee handelt, über fest definierte Stufen bis zu dessen Nutzbarmachung perfektioniert werden. Zu dem Clearing Process gehört auch der Quality Process, also die Entwicklung von Qualitätskriterien zur Bewertung von assets und zur Operationalisierung qualitativer Ziele die für SEMIC.EU erreicht werden sollen. Darauf aufbauend haben die Wissenschaftler auch die Licensing Policy, also die grundsätzlichen, rechtlichen Bedingungen zur Nutzung der assets auch im Hinblick auf Uhrheberrechte festgelegt.

Mit dem Brüsseler Festakt soll nun endlich der "rote Knopf" gedrückt und die Plattform für alle Interessenten frei geschaltet werden. Die Veranstaltung liefert den Rahmen für eine weiterführende Konferenz über die Potentiale und Probleme eines harmonisierten europäischen eGovernment Systems. Die Begrüßungsrede hält Karel de Vriendt, Vorstand der IDABC Abteilung der Europäischen Kommission. Vriendt wird über die Herausforderungen der semantischen Interoperabilität im europäischen Kontext sprechen. Auch Dr. Wilfried Bernhardt, Ministerialdirigent im Bundesministerium der Justiz wird am 17.Juni zugegen sein und sich in seinem Vortrag mit dem Thema "eJustice" beschäftigen.

Die Veranstaltung bietet eine einmalige Gelegenheit, das SEMIC.EU Netzwerk kennenzulernen und sich bei dessen Entwicklung zu beteiligen. Noch bis zum 31.Mai können Sie Sie sich für die Teilnahme registrieren.

Alexander Firyn | idw
Weitere Informationen:
http://www.elektronische-fallakte.de/
http://www.isst.fraunhofer.de/press/pressinfo/pi_08/semiceu.jsp
http://www.semic.eu/events_conferences.html

Weitere Berichte zu: IDABC SEMIC

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Plattformübergreifende Symbiose von intelligenten Objekten im »Internet of Things« (IoT)
09.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

nachricht Von Fußgängern und Fahrzeugen: Uni Ulm und DLR sammeln gemeinsam Daten für das automatisierte Fahren
09.12.2016 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie