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Bitte lächeln: Mimikanalyse durch den Computer

13.05.2008
TUM-Informatik präsentiert sich auf dem IdeenPark in Stuttgart

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Überraschung, Lachen, Ärger, Abscheu, Angst oder Trauer - Menschen aller Kontinente erkennen intuitiv diese universellen Mimiken. Der Computer muss sie erst mühsam lernen.


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Mimik Mimikanalyse Rechner

Wissenschaftler der Fakultät für Informatik der TU München arbeiten an ausgefeilten Algorithmen zum automatischen Erkennen von Mimik und Gestik und präsentieren dieses Projekt auf dem IdeenPark in Stuttgart vom 17.-25-Mai 2008. Die von ThyssenKrupp in Leben gerufene Initiative möchte junge Menschen für Technik begeistern. Auf dem IdeenPark zeigen rund 500 Forscher und Ingenieure ihre Arbeiten; die Veranstalter rechnen mit 250.000 Besuchern. Der Eintritt ist kostenfrei.

"Technische Geräte sind nicht immer leicht zu bedienen, vor allem für ältere und kranke Menschen. Der Computer der Zukunft kann hier mithelfen: Erfasst der Computer die Emotionen des Menschen, kann er individuell auf die Bedürfnisse reagieren", sagt Informatikprofessor der TU München Bernd Radig.

Der Verantwortliche für das Forschungsprojekt kann sich eine Vielzahl von späteren Anwendungen vorstellen: Die Software eines Autos erkennt, dass der Fahrer müde oder abgelenkt ist und aktiviert die situationsgerechten Fahrerwarn- und assistenzsysteme. Spielefans agieren in Computerspielen mittels Gesichtsausdruck und Kopfbewegung. Oder ein Querschnittgelähmter steuert seinen Rollstuhl über seine Kopfbewegung und Blickrichtung.

Menschliche Gesichter sind sehr verschieden. Zu Beginn des Projektes sammelten die Forscher allgemeine Gemeinsamkeiten und erstellten daraus ein grafisches Gesichtsmodell. Soll der Computer den Gesichtsausdruck nun im Experiment erfassen, filmen die Forscher die Versuchsperson von vorne mit einer Kamera, die direkt mit einem Rechner verbunden ist. Das Kamerabild der Versuchsperson und das allgemeine Gesichtsmodell werden abgeglichen und so können die wichtigsten Gesichtspartien wie Lippen und Augen auf dem Kamerabild der Versuchsperson lokalisiert werden. Durch die Muskelbewegungen der Lippen deformiert sich das Gesichtsmodell im Rechner - die Software erfasst die Mimik. Der Vergleich mit den universellen Mimiken liefert Hinweise auf die emotionale Situation der Versuchspersonen.

Kontakt:
Ursula Eschbach
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Institut für Informatik
Technische Universität München
Boltzmannstraße 3
85748 Garching
Tel. 089/289-17828
Fax 089/289-17307
eschbach@in.tum.de

Dr. Ulrich Marsch | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www9.cs.tum.edu/research/

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