Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Cray und Intel kooperieren bei Supercomputern

29.04.2008
Mehrere Brd. Rechenoperationen pro Sekunde als Ziel

Die Unternehmen Cray und Intel haben gestern, Montag, eine mehrjährige Zusammenarbeit im Bereich High Performance Computing (HPC) bekannt gegeben. Im Rahmen der Zusammenarbeit wollen Intel und Cray neue Technologien für den Supercomputing-Bereich entwickeln, wobei ein Fokus auf Multi-Core-Technologien liegen wird.

Gegenüber US-Medien haben Unternehmensvertreter anlässlich der Ankündigung davon gesprochen, die "schnellsten Multi-Petascale-Systeme der Welt" anzustreben - Supercomputer also, die mehrere Brd. Rechenoperationen pro Sekunde ausführen können.

Erklärtes Ziel von Cray und Intel ist, innerhalb der nächsten Jahre eine Reihe von HPC-Systemen und -Technologien zu entwickeln. Die technologische Forschung wird dabei laut Unternehmen die Bereiche Multi-Core-Processing und verbesserte Interconnects umfassen.

Die Kombination der Stärken von Cray und Intel "wird HPC-Nutzern erlauben, zukünftige Xeon- und andere Intel-Prozessoren zu nutzen", so Patrick Gelsinger, Senior VP und General Manager von Intels Digital Enterprise Group. Die aus der Kooperation hervorgehenden HPC-Systeme sollen zur Lösung komplexer Probleme etwa aus den Bereichen Wissenschaft und Ingenieurswesen dienen.

Konkrete Angaben zu Systemen vermeiden die Unternehmen noch. US-Medien kolportieren, dass die ersten durch die Zusammenarbeit entstehenden Intel-basierten Cray-Superrechner nicht vor 2011 erhältlich sein werden. Die Kooperation mit Intel "stärkt Crays Vision im Bereich adaptives Supercomputing, während wir uns in den Cascade-Zeitrahmen und weiter bewegen", meint jedenfalls Cray-CEO Peter Ungaro. Damit spricht er das Cascade-Programm an, das von der Defense Advanced Research Projects Agency gefördert wird. Relativ günstige Supercomputer zum Anfang des nächsten Jahrzehnts auf den Markt zu bringen ist das erklärte Ziel des Cascade-Programms. Gegenüber US-Medien wurde angedeutet, dass dabei Intel-Prozessoren zum Einsatz kommen dürften.

Mit Intel und Cray kooperieren zwei echte Größen im Supercomputing-Bereich. Über zwei Drittel der Systeme in der Liste der Top 500 Supercomputer nutzen aktuell (Stand November 2007) Intel-Prozessoren. Cray wiederum galt besonders in den 1970ern und 1980ern als Inbegriff des Supercomputer-Herstellers. Anfang des Monats hat das Unternehmen einen Supercomputer mit AMD-Prozessoren angekündigt, der 2009 zumindest an der Petaflop-Marke kratzen wird (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=080407022 ).

Thomas Pichler | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.darpa.mil
http://www.top500.org

Weitere Berichte zu: Cray Intel Rechenoperation Supercomputer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie