Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

NASA plant 5G-Netzwerk mit Nanosatelliten

25.04.2008
Positionierung in niederem Orbit verspricht geringere Startkosten

Ein 5G-Netzwerk (Fifth Generation) für Telekommunikation und Vernetzung aus dem Weltraum ist das Ziel eines Projekts des Ames Research Center der NASA und des kalifornischen Technologieunternehmens Machine-to-Machine Intelligence (m2mi). Erreichen wollen die Projektpartner das mithilfe eine großen Zahl von sehr kleinen Satelliten, genannt Nanosatelliten.

Sie werden nicht wie die gängigen großen Kommunikationssatelliten im geostationären Orbit, sondern deutlich niedriger im niederen Erdorbit (Low Earth Orbit, LEO) positioniert. "Viele kleine Satelliten als verteiltes, dezentrales System sind ein modernerer Ansatz", bestätigt Klaus Schilling vom Institut für Informatik der Universität Würzburg gegenüber pressetext. Als Vorteil gelten etwa geringere Startkosten.

Das 5G-Netzwerk wird Internet-Protokoll-basierten und verwandten Diensten dienen, so die NASA. Dazu zählen etwa VoIP, Video und Datenübertragung ebenso wie ein intelligentes System für die Kommunikation der Geräte. Die Umsetzung ist mit vielen, nur etwa fünf bis fünfzig Kilogramm schweren Nanosatelliten in einer sogenannten "Konstellation" geplant. Diese wird im LEO und damit in deutlich geringeren Höhen als dem geostationären Orbit positioniert. "Die Konstellation wird ein robustes, globales, weltraumgestütztes High-Speed-Netzwerk für Kommunikation, Datenspeicherung und Erdbeobachtung bieten", ist m2mi-CEO Geoff Brown überzeugt. Die Nanosatelliten würden kostengünstig mit Massenproduktionstechniken gefertigt werden. Wann genau das System einsatzbereit sein soll, lassen NASA und m2mi aber noch offen.

... mehr zu:
»LEO »NASA »Nanosatellit »Satellit

"Die großen Agenturen in Europa tendieren derzeit noch eher zu einzelnen, großen Satelliten", meint Schilling zu pressetext. Doch der Trend gehe auch in Europa verstärkt hin zu Nanosatelliten und den noch leichteren Picosatelliten mit einem Gewicht im Bereich eines Kilogramms. Schilling und sein Team haben im Oktober 2005 mit UWE-1 (Universität Würzburg Experimental-Satellit 1) einen Picosatelliten gestartet, welcher der Erforschung des Einsatzes solcher Satelliten in der Telekommunikation dient. In diesem Jahr soll mit UWE-2 ein weiterer Forschungssatellit folgen, der unter anderem für weiterführende Experimente zum Themenbereich "IP in Space" dient. Die Forschungsarbeit des Teams wurde in dieser Woche auf der Hannover Messe vorgestellt.

Das Interesse am Konzept der Schwärme kleiner Satelliten im LEO hat auch finanzielle Gründe. "Ein großer, geostationärer Satellit muss auf knapp 36.000 Kilometer Höhe über dem Erdboden gebracht werden", erklärt Schilling. Als LEO dagegen wird ein Bereich bezeichnet, der weitgehend Höhen von unter 1.000 Kilometern umfasst, so Schilling. Der Transport von kleineren Satelliten in diesen LEO sei mit kleineren Raketen möglich. Das erlaube auch kleineren Anbietern Starts durchzuführen und stelle geringere Kosten für den Satelliten-Start in Aussicht. "Da wird sich im kommerziellen Bereich einiges tun", meint Schilling daher abschließend.

Thomas Pichler | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.m2mi.com
http://www.informatik.uni-wuerzburg.de

Weitere Berichte zu: LEO NASA Nanosatellit Satellit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie