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Neues High-Speed-WLAN auf alter Infrastruktur

06.03.2008
Mit einer technischen Lösung von Siemens können Anwender das neue Hochgeschwindigkeits-WLAN einfach und kostengünstig einsetzen.

Vor allem die Kosten und die Komplexität von Systemerweiterungen schrecken Unternehmen bisher von dem neuen Standard ab, der zuverlässiger ist, die Datenrate vervielfacht und die Reichweite deutlich erhöht. Damit werden auch hochauflösendes Video oder Voice over WLAN möglich. Das HiPath-Wireless 802.11n von Siemens, das auf der Computermesse CeBIT in Hannover vorgestellt wird, benötigt als einzig derzeit verfügbares System keine externe Stromversorgung und kommt mit der bestehenden Netzinfrastruktur zurecht.


WLAN-Router brauchen eine Stromversorgung, die bei heute üblichen Standards mit einem Netzkabel erfolgen kann (Power over Ethernet). Die neue WLAN-Version 802.11n verwendet für die Funkübertragung parallel sechs verschiedene Sender und Empfänger, deren zusätzliche Hardware eigentlich einen höheren Strombedarf hat. Die Entwickler von Siemens Enterprise Communications haben es jetzt geschafft, dennoch eine Energiezufuhr über das Netzkabel zu ermöglichen.

Unabhängige Tester der Farpoint Group, eine Beratungsfirma für mobile Kommunikation, bestätigten den Leistungsumfang der Siemens-Lösung: Die WLAN-Geräte von Siemens erreichte in der Praxis 143 Megabit pro Sekunde und wurden über ein 100 Meter langes Ethernet-Kabel mit Strom versorgt. Bisher sind bei WLAN üblicherweise 25 MBit/s erreichbar. Experten hatten zuvor erklärt, das Verbrauchsproblem sei ohne zusätzlichen Aufwand nicht lösbar.

Ein weiterer Vorteil des HiPath-Wireless 802.11n ist die spezielle Netzwerkarchitektur, die durch die intelligente Verteilung des Datenaufkommens keine zusätzlichen drahtlosen Controller oder Netz-Erweiterungen erfordert. Andere Lösungen benötigen teure Upgrades am Backbone, dem drahtgebundenen Rückgrat des Netzes. Bei der Installation im Georgia World Congress Center in Atlanta, einem der größten Sport- und Entertainment-Anlagen der USA, waren lediglich ein Software-Update und einige Konfigurationseinstellungen nötig. Nach 30 Minuten war das Hochgeschwindigkeits-WLAN einsatzbereit. (IN 2008.03.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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