Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wenn der Kühlschrank Milch bestellt: Chancen und Folgen der digitalen Vernetzung

26.02.2008
Davon können Berufstätige bislang nur träumen: Statt nach der Arbeit zum Supermarkt zu hetzen, um noch schnell die vergessene Milch einzukaufen, hat der Kühlschrank schon rechtzeitig neue bestellt. Was in Europa noch nach Science Fiction klingt, wird in Asien bereits Realität.

Die erste "International Ubiquitous IT Europe Forum Conference", die vom 10. bis 12. März in Bonn stattfindet, soll die Vorteile vernetzter Städte in Europa und auch außerhalb der Wissenschaft bekannter machen. Veranstalter ist das Ubiquitous IT Europe Forum in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn. Weitere Informationen und Anmeldung: http://www.ubiforum.eu

Während in Europa viele Chancen der Vernetzung immer noch Theorie sind, schreitet die Entwicklung in Asien mit Riesenschritten voran. Große Konsortien aus Firmen und Regierungen bauen dort die Städte der Zukunft. Besonders Korea hat mit dem Ausbau von vier "U-Cities" die Vorreiterrolle im Bereich der voll vernetzten Städte übernommen. "U" steht dabei für "ubiquitous", dem englischen Wort für "allgegenwärtig", und bezeichnet die Durchdringung aller Lebensbereiche mit digitalen und vernetzten Funktionen.

Die geplante Konferenz bringt koreanische und europäische Spezialisten zusammen und zeigt die vielfältigen Möglichkeiten der neuen Technologien auf. Vorträge geben den aktuellen Stand der Entwicklung in Forschung, Universitäten und Firmen wieder. Auch die Unterschiede zwischen den asiatischen und europäischen Bauprojekten sind Thema. Die verschiedenen Anwendungsbereiche voll vernetzter Systeme lernen Besucher anhand von Vorführungen kennen.

... mehr zu:
»Supermarkt »Vernetzung

Die wissenschaftliche Federführung der Konferenz hat Professor Dr. Pedro José Marrón. Er ist an der Universität Bonn und am Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS in Sankt Augustin tätig. In Zusammenarbeit mit seinen Mitarbeitern an der Universität Bonn will er eine Plattform für die Kooperation von Europa und Asien bei der Weiterentwicklung der ubiquitous-Technologien aufbauen.

In Europa begegnen viele Menschen der allumfassenden Vernetzung noch mit Zurückhaltung. Für Professor Marrón überwiegen die Vorteile: "Ich würde gern in einer voll vernetzte Stadt leben. Die Möglichkeiten sind unglaublich." Roboter könnten lästige Hausarbeiten übernehmen, und wegen der automatischen Abrechnung im Supermarkt würden Kassenschlangen der Vergangenheit angehören. In Asien gibt es bereits Prototypen menschlich aussehender Roboter, die beispielsweise kellnern. Ziel der neuen Technologien ist es, den Alltag zu erleichtern.

"Vor wenigen Jahren waren die Möglichkeiten, die DSL und ein allgegenwärtiges Internet bieten, noch undenkbar," sagt der Informatiker Professor Marrón, "Heute leben wir selbstverständlich damit." Ausgehend von dieser Entwicklung sei die voll vernetzte Stadt der logische nächste Schritt.."

Kontakt:
Professor Dr. Pedro José Marrón
Universität Bonn und Fraunhofer Institut IAIS
Telefon: 0228/73-4220
E-Mail: pjmarron@informatik.uni-bonn.de

Dr. Andreas Archut | idw
Weitere Informationen:
http://www.ubiforum.eu

Weitere Berichte zu: Supermarkt Vernetzung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie