Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Software aus einem Guss - eine durchgängige Toolkette vereinfacht Softwareentwicklung

18.02.2008
In Zukunft benötigen die Automobilhersteller weniger Zeit für die Entwicklung ihrer Software. Möglich wird dies durch das neuentwickelte CAMoS Framework der Fraunhofer ESK.

Es handelt sich hierbei um eine Toolkette, die durchgängig vom Softwaredesign bis zur Softwareentwicklung, u. a. für MOST (TM) eingesetzt werden kann. So werden die üblichen Brüche zwischen den einzelnen Phasen der Softwareentwicklung vermieden. Präsentiert wird dieses Framework auf der Embedded World in Nürnberg.

Bislang verwenden die Entwickler bei der Softwareentwicklung unterschiedliche Werkzeuge für Design, Simulation, Prototyping, Erstellung des Seriencodes und Test. Die Prozessbrüche zwischen den einzelnen Entwicklungsphasen erhöhen jedoch die Fehleranfälligkeit der neuen Software.

Die Ingenieure der Fraunhofer ESK verfolgen einen anderen Ansatz: Ihr Framework versetzt den Anwender in die Lage, alle Entwicklungsstufen mit nur einem einzigen Werkzeug auf Basis von Standardformaten zu bearbeiten. Die Folge: Alle Informationen bleiben erhalten und Veränderungen an den Funktionen können beliebig oft zwischen den verschiedenen Phasen vorgenommen werden. Die durchgängige Toolkette garantiert dabei einen konsistenten Datenfluss.

Die Arbeitsweise des CAMoS Frameworks
Die Wissenschaftler nutzen das Framework für die modellgetriebene UML-basierte Softwareentwicklung. Es abstrahiert die Kommunikationsmechanismen zwischen den einzelnen Funktionen - angefangen von der Spezifikationsphase über die Simulation bis hin zur Erprobung der Software in einem realen Automobilnetzwerk. Auch die Generierung des Seriencodes läuft dann direkt über das Framework. Dabei werden die jeweiligen Kommunikationsschnittstellen des Steuergeräte-Betriebssystems, wie z.B. die MOST(TM) Netservices, verwendet. So kann der aus dem Modell generierte Code einfach in die Steuergeräte integriert werden.

Das CAMoS Framework arbeitet mit den Modellierungswerkzeugen und der Simulationsumgebung von Rhapsody. Der Anwender kann sehr einfach komplexe Softwaresysteme und ihre Kommunikation modellieren und in einem weiteren Schritt prototypisch in der realen Fahrzeugumgebung oder auf der eigentlichen Zielplattform ausführen und testen.

Maßgeschneiderte Softwareentwicklung
Die Einsatzgebiete des CAMoS Frameworks sind vielfältig. Durch seinen modularen Aufbau kann es individuell an ein jeweils vorgegebenes Kommunikationsverhalten angepasst werden. Außerdem ist es möglich, spezielle Protokolle und eigene Schnittstellenspezifikationen in das Framework zu integrieren.

| Fraunhofer ESK
Weitere Informationen:
http://www.esk.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: CAMoS Softwareentwicklung Toolkette

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft
27.04.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Ergonomie am Arbeitsplatz: Kamera erkennt ungesunde Bewegungen
24.04.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie