Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Qualitätssicherung jenseits von Code: Modellbasierte Entwicklung und die Qualität

14.02.2008
Für typische eingebettete Systeme ist eine modellbasierte Entwicklung über Zustandsdiagramme oder Regelungskreise nahe liegend. Werkzeuge wie Matlab/Stateflow, ASCET-SD oder Rational Modeler bieten dabei die Möglichkeit, vollständige Spezifikationen auf Modellebene zu erstellen und lauffähigen Code zu generieren.

Diese Modelle hinsichtlich ihrer Qualität zu bewerten und Handlungsanweisungen zur Qualitätssteigerung abzuleiten, stellt viele Anwender jedoch noch vor Probleme. Mit den Werkzeugen SAVE und INProVE zeigt das Fraunhofer IESE auf der diesjährigen Embedded World, wie Modellqualität transparent gemacht und bewertet werden kann.

Systemarchitekturen legen den grundlegenden Aufbau und die Schnittstellen zwischen Hardware- und Softwarekomponenten fest. Qualitätsaussagen über die realisierte Architektur und Vergleiche mit einer Referenzarchitektur waren bisher insbesondere für größere Projekte kaum möglich.

Das Werkzeug SAVE ermöglicht „Soll“ und „Ist“ zu vergleichen und Qualitätseigenschaften zu überprüfen. Der Ingenieur wird durch eine klare Visualisierung und flexible Navigation schnell auf Interfaceverletzungen aufmerksam und kann z.B. auch Leistungsdaten aus Laufzeittraces auf Komponenten und Schnittstellen abgebildet analysieren. Mit Hilfe von Deltaanalysen kann auch die Evolution einer Architektur über mehrere Produktvarianten dargestellt und verfolgt werden. Das Werkzeug unterstützt eine Vielzahl von Implementierungssprachen und ist als Eclipse-Plugin leicht in bestehende Toolketten integrierbar.

... mehr zu:
»ASCET-SD »INProVE

Designrichtlinien und ihre Auswirkungen auf nichtfunktionale Eigenschaften von Software sind der Anwendungsbereich des Werkzeugs INProVE. Die Bewertung von Modularität, Echtzeitverhalten, Speicherverbrauch oder Energieverbrauch von eingebetteten Systemen anhand von Softwaremodellen bedeutete bisher einen enormen manuellen Aufwand. Die damit einhergehenden hohen Kosten und die mögliche Verlängerung der Entwicklungszeit machten eine vollständige Analyse des Gesamtmodells nur einmal pro Projekt möglich - wenn überhaupt.

Die vom Fraunhofer IESE entwickelte werkzeuggestützte Methode zur Modellanalyse ermöglicht eine rationelle und systematische Vorgehensweise. Unterstützt durch INProVE werden Modelle in kurzer Zeit analysiert und potenzielle Schwachstellen des Modells automatisch identifiziert.

Auf Basis dieser Informationen können die anschließenden manuellen Inspektionen des Modells individuell auf die zu erwartenden Probleme zugeschnitten und effizient auf die kritischen Stellen eines Modells konzentriert werden: Der Aufwand sinkt drastisch. Unter Nutzung der werkzeuggestützten Analyse lassen sich auch problemlos mehrere Modellstände miteinander vergleichen.

Über den aktuellen, statischen Qualitätsstand eines Modells hinaus kann man so insbesondere auch die Verbesserung des Modells im Laufe der Entwicklungszeit bewerten. INProVE ist als Eclipse-Plugin realisiert und unterstützt derzeit Matlab/Simulink und ASCET-SD.

Ralf Kalmar | Fraunhofer IESE
Weitere Informationen:
http://www.iese.fraunhofer.de
http://www.iese.fraunhofer.de/fhg/iese_DE/press/newsletter/vol0208/02_2008_modell.jsp

Weitere Berichte zu: ASCET-SD INProVE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie