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Multimodale, mobile Assistenz im Arbeitsprozess

07.02.2008
Fraunhofer FIT präsentiert auf dem Mobile World Congress vom 11. - 14. Februar 2008 in Barcelona seine aktuellen Lösungen im Bereich nomadischer Assistenzsysteme mit multimodaler Interaktion. Demonstriert werden unter anderem durchgängige Systeme zu mobilen Gesundheitsüberwachung und ein Freihand-Hilfssystem für Lagerarbeiter. Besuchen Sie uns auf dem Stand des Landes Nordrhein-Westfalens in Halle 7, G25.

Der Geschäftsbereich Mobiles Wissen des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT entwickelt Systeme und Technologien zum Wissens- und Informationstransfer im natürlichen Arbeits- und Lebenskontext. Lösungen beinhalten nomadische Führungs- und Assistenzsysteme mit ortssensitiven mobilen Endgeräten, etwa für Wartung und Lagerwirtschaft, Messen, Museen sowie Sport und Freizeit. Ein weiteres Arbeitsfeld sind benutzerfreundliche mobile Gesundheitsanwendungen.

Hier zeigt Fraunhofer FIT das mobile Gesundheitsmonitoring-System senSAVE, das durch sorgfältige Erfassung und Auswertung von Gesundheitsdaten die Qualität von Diagnostik und Therapie verbessert. Das System ist auf einem handelsüblichen T-Mobile MDA-Pro einsatzfähig.

senSAVE bietet die ständige Kontrolle der für einen Patienten relevanten Gesundheitsdaten. Die Datenerfassung erfolgt mobil und ist nicht an einen bestimmten Ort oder Zeitpunkt gebunden. Die zum Teil in die Kleidung des Patienten integrierte Sensorik ist über ein kleines mobiles Bediengerät kabellos mit dem Gesamtsystem verbunden. Das Gerät ist auch das Bedienelement für den Patienten und informiert ihn über seine aktuellen Gesundheitswerte. Die aktuelle senSAVE-Version fokussiert die Überwachung von Bluthochdruckpatienten.

"Bei den senSAVE-Entwicklungsarbeiten stand insbesondere eine für den Patienten verständliche Informationsdarstellung und Benutzerführung im Mittelpunkt", erläutert Dr. Markus Eisenhauer, Leiter des Geschäftsbereichs Mobiles Wissen beim Fraunhofer FIT.

Dies gilt ebenso für MICA, einem Assistenzsystem für ungelernte Arbeitskräfte in einem nicht automatisierten Lager. Das System erlaubt beidhändiges Arbeiten bei der Kommissionierung und minimiert die Einarbeitungszeiten. Dabei wurde besonderer Wert auf eine natürliche Interaktion im Arbeitsprozess gelegt. MICA bietet unaufdringliche Hilfe in Situationen, in denen sie von den Arbeitern voraussichtlich benötigt wird. Entscheidend dabei ist, dass die angebotene Hilfe die gerade ausgeführte Tätigkeit nicht unterbricht und dass mehr als eine Alternative angeboten wird. Dazu werden die Bewegungen der Arbeiter und ihr Umgang mit den Waren mit WLAN, UWB und RFID-Ortungstechnologien erfasst.

Eine optimale adaptive und multimodale Unterstützung von Menschen in ihrem Arbeitsumfeld benötigt auch eine für diesen Zweck optimierte Systemarchitektur. Dafür ist in MICA eine neue Schichtenarchitektur mit spezialisierten Ebenen für Sensorik, Aktorik, Modellierung und Dialogverwaltung entwickelt worden.

Alex Deeg | idw
Weitere Informationen:
http://www.fit.fraunhofer.de

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