Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mobilkommunikation mit höchsten Datenraten im Mikrowellenbereich

17.01.2008
Institut für Nachrichtentechnik der TU Dresden stellt ein neues Breitbandnetzkonzept vor

Technologien zur drahtlosen Datenübertragung, zum Beispiel in kleineren Funknetzen (WLAN), Bluetooth bis hin zur drahtlosen Computermaus werden von den Konsumenten sehr gut angenommen, wie der Erfolg der letzten Jahre zeigt.

Auch die drahtlose Nutzung von Fernsehen, DVD-Filmen oder Computerspielen gewinnt zunehmend an Interesse. Der Wandel zu hochauflösenden Inhalten bei digitalen Bildern bewirkt dabei eine Nachfrage nach einer schnellen digitalen Übertragung in hoher Qualität zwischen hochauflösenden Bildschirmen, z.B. HDTV, HD Projektoren und anderen elektrischen Geräten, die hochauflösende Inhalte erzeugen, wie HD-DVDs, Blu-ray-Discs, Spielekonsolen etc.

Für die Verbindung all dieser Geräte wird sich, so Prof. Christian Schäffer vom Institut für Nachrichtentechnik der TU Dresden, das digitale Interface HDMI (high definition multimedia interface) mit einer Bandbreite von bis zu drei Gbit/s durchsetzen. Um nun den Kabelsalat, der zur Verbindung der erwähnten Geräte notwendig ist, zu vermeiden, wäre eine einfach zu nutzende drahtlose Technologie wünschenswert.

Die neuesten drahtlosen Systeme nach den bisher existierenden Standards sind noch nicht in der Lage, die hohen Videoraten zu übertragen, die für eine qualitativ hochwertige Verbindung notwendig wären. An der Professur für Hochfrequenztechnik und Photonik wurde unter der Leitung von Prof. Schäffer nun ein pico-zellulares System entwickelt, das pro Funkzelle Datenraten von 2,5 bis zu 10 Gbit/s bereitstellen kann. Eine pico-Funkzelle hat einen Durchmesser von wenigen Metern. Derartige Bandbereiten der Basisbandsignale erfordern Trägerfrequenzen im Mikrowellenbereich. "Unseres Wissens handelt es sich hierbei um das erste System in Europa, das eine drahtlose Übertragung von 10 Gbit/s im Mikrowellenbereich erlaubt", so Prof. Schäffer.

Da das Mikrowellensignal mittels einer optischen Überlagerung erzeugt wird, kann das Übertragungssystem im Frequenzbereich 26-150 GHz, aber auch bei viel höheren Frequenzen im Terahertzbereich realisiert werden. Durch die hohe Bandbreite der zum Transport und zur Erzeugung verwendeten photonischen Technologien liegen die großen technischen Herausforderungen im Bereich der Elektronik, des Funkkanals und insbesondere der Antennen.

Die hohe Bandbreite pro Funkzelle erlaubt neben der Übertragung der HDMI Signale beispielsweise auch zeitgleich einen breitbandigen Internetzugang für 3D-Spiele. Im kommerziellen Bereich erlaubt ein derartiges System die drahtlose Übertragung von 10 Gbit/s Ethernet, die Standardtechnologie zur Verbindung von Rechnern.

Informationen für Journalisten: Prof. C. G. Schäffer, Tel. 0351 463-31918, schae@ifn.et.tu-dresden.de

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de/

Weitere Berichte zu: Bandbreite Datenrate Gbit/s HDMI Mikrowellenbereich

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Der Form eine Funktion verleihen
23.06.2017 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Zukunftstechnologie 3D-Druck: Raubkopien mit sicherem Lizenzmanagement verhindern
23.06.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften