Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bald eine 10 Mal schnellere drahtlose Kommunikationstechnologie

09.09.2010
Dank einer neuen vom CEA-Leti [1] entwickelten Technologie kann die Übertragungsrate von drahtlosen Kommunikationstechnologien, wie z.B. RFID- oder Chipkarten, im Vergleich zu den heute gängigen Normen um das 10-fache erhöht werden.

Ursprünglich wurden Chipkarten für die Übertragung von relativ geringen Datenmengen und somit für eine geringe Übertragungsrate konzipiert.

Dabei handelte es sich hauptsächlich um Anwendungen zur Benutzererkennung: Kreditkarten, Zugangsberechtigungen, Transportausweise, usw. Im Hinblick auf die Entwicklung neuer Anwendungen, wie z.B. das Herunterladen von Multimedia-Dateien, gehört die Optimierung der Übertragungsraten zur Schlüsselaufgabe.

Das CEA-Leti hat sich dieser technologischen Herausforderung gestellt und konnte nun einen Prototyp vorstellen. Grundlegend für diese neue Technologie war die Erkenntnis, dass durch Phasenmodulation viel bessere spektrale Eigenschaften erzielt werden können als durch die gängige Amplitudenmodulation.

Somit konnte die heutige Obergrenze zur Datenübertragung von 848 Kbit/s deutlich übertroffen werden. Im Rahmen des MEDEA + Onom@topic Projektes entwickelte das CEA-Leti einen Prototypen, um die Leistungsfähigkeit und die Robustheit des gesamten Systems zu testen. Derzeit erreichen die Übertragungsraten 6,8 Mbit/s.

Nach weiteren Optimierungsarbeiten an der Signalverarbeitung sollen sogar 10 Mbit/s möglich werden.

Diese Technologie ist das Ergebnis einer siebenjährigen Forschungsarbeit. Die über die Jahre erreichten Ergebnisse wurden regelmäßig mit Preisen geehrt: 2006 mit dem Jean-Pierre Noblanc Preis - vergeben von MEDEA; 2007 mit dem Isabelle Attali Preis während der e-Smart Konferenz, für die innovativste wissenschaftliche Kommunikation; 2009 mit dem Sésame für die beste materielle Innovation im Rahmen der Cartes Messe; und schließlich mit dem Preis des besten EUREKA-Projekts während des EUREKA Innovation Awards 2010 (unter 4000 Konkurrenten).

[1] CEA-Leti: Labor für Elektronik und Informationstechnologien des französischen Zentrums für Atomenergie

[2] RFID: Radio Frequency Identification Quelle: "Bientôt une nouvelle technologie de communication sans contact dix fois plus rapide", Technosciences. net - 01.09.2010 http://www.techno-science.net/?onglet=news&news=8164

Redakteur: Sebastian Ritter, sebastian.ritter@diplomatie.gouv.fr

Sebastian Ritter | Wissenschaft-Frankreich
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft-frankreich.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Cybersicherheit für die Bahn von morgen
24.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise