Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vom Auditory Valley zur Auditory World - Hören was die Zukunft bringt

28.08.2008
Wenige Tage vor der Entscheidung im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung präsentieren die Clusterpartner des Konsortiums "Auditory Valley: Hören in Niedersachsen" ihr Know-how und ihre Visionen zur Zukunft des Hörens in der Vertretung des Landes Niedersachsen in Berlin.

Der weltweit einzigartige Forschungs- und Entwicklungscluster "Auditory Valley: Hören in Niedersachsen" führt die umfassenden Expertisen in der Region Oldenburg/Hannover rund um das Thema Hören (Hörsysteme, Hördiagnostik) zusammen und greift in Kooperation mit den weltweit führenden Industrieunternehmen das volkswirtschaftlich wichtige Problem der Kommunikationsstörungen durch Schwerhörigkeit auf.

Der Verbund umfasst die gesamte Wertschöpfungskette hochtechnologischer Hörsysteme von der Forschung über die Entwicklung bis hin zur Produkteinführung, Versorgung der Betroffenen und Evaluation/Qualitätssicherung. Mit dem Kompetenzzentrum für Hörgeräte-Systemtechnik "HörTech", der Expertise der Medizinischen Hochschule Hannover, der Abteilung medizinische Physik der Universität Oldenburg sowie den Hörzentren Hannover und Oldenburg, ist die Region Oldenburg/Hannover das Mekka der Hörforschung in Europa. Die Vision, die Region zum weltweit führenden Forschungs- und Entwicklungszentrum für Hörsysteme aller Art auszubauen, liegt klar vor Augen. Die jüngste Ansiedlung der Fraunhofer-Projektgruppe in Oldenburg, durch die die Einbindung der Techniken aus dem Consumer-Bereich (mp3, Bluetooth etc.) ermöglicht wird, zeugt ebenso von der fortschreitenden Entwicklung auf Weltniveau wie die Zusammenarbeit mit den Clusterpartnern, die fast den gesamten Weltmarkt für Cochlear-Implantate (CI) sowie der Hörgeräte-Industrie abdecken.

In einem vorwettbewerblichen Wissenstransfer werden gemeinsam mit den Partnern aus Forschung und Industrie die Möglichkeiten und Trends in der Hörsystemversorgung ausgelotet. "Wir sind bestrebt, den Menschen, die auf eine Hörhilfe angewiesen sind, ein optimales Sprachverstehen in allen Hörsituationen bei höchster Klangqualität und äußerstem Tragekomfort, kurz eine Überwindung der Einschränkung seiner vielleicht wesentlichsten Sinnesleistung, dem Hören, zu ermöglichen", erklärt Prof. Lenarz, Ordinarius der HNO-Klinik an der MHH, Leiter des Hörzentrums Hannover und einer der Vorstände des Spitzenclusters "Auditory Valley".

Auf Kooperation und Austausch setzt man auch in der universitären Ausbildung. "Um auch weiterhin die Zukunft des Hörens maßgeblich zu beeinflussen, bieten wir den angehenden Audiologen, Medizinern, Physikern und Technologen im 'Auditory Valley' Oldenburg/Hannover an den beteiligten Einrichtungen eine Aus- und Fortbildung mit starkem Praxisbezug und vielfältige Einblicke in die Forschungsarbeit der hier beheimateten Institutionen", erörtert der Sprecher des Spitzenclusters Prof. Dr. Dr. Kollmeier, der zugleich wissenschaftlicher Leiter der HörTech gGmbH, der Abteilung "Medizinische Physik" der Universität Oldenburg und der neuen Fraunhofer Projektgruppe "Hör-, Sprach-, und Audiotechnologie" ist.

Die gemeinsame Strategie der beiden Hochschulen, der Unternehmen, der Wissenschaft und der Politik verleiht dem Cluster "das notwendige Gewicht, um auch in einem internationalen Umfeld den Medizintechnikstandort Deutschland zu profilieren", so der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann.

In einer Leistungsschau des Clusters in der Vertretung des Landes Niedersachsen in Berlin stellte das Zentrum einer umfangreichen Zahl geladener Besucher den aktuellen Stand von Forschung und Entwicklung bzgl. der aktuellen Hörhilfen - Cochlea-Implantate und Hörgeräte - sowie der Audiotechnologie durch zahlreiche beeindruckende Demonstrationen vor.

Die Gewinner im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) werden am 2. September bekannt gegeben. Die fünf Cluster werden dann mit jeweils bis zu 40 Millionen Euro bei der Umsetzung ihrer Strategien über einen Zeitraum von maximal fünf Jahren gefördert.

Pressekontakt:

Zühlke Scholz & Partner
Yvonne Küchler
Tel: 030 / 40 88 94-11, Fax: -94
eMail: y.kuechler@zsp-berlin.de
HörTech gGmbH
Dr. Corinna Pelz
Tel: (0441) 21 72-203, Fax: -350
eMail: C.Pelz@HoerTech.de
Redaktioneller Hinweis:
Im Rahmen ihrer Hightech-Strategie fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Die Cluster, in denen wissenschaftliche Einrichtungen, Politik und Unternehmen kooperieren, sollen Ideen schneller in Produkte, Prozesse und Dienstleistungen umsetzen. Aus ganz Deutschland sind 38 Bewerber in den Spitzencluster-Wettbewerb des BMBF gestartet, von denen 12 die Finalrunde erreicht haben, darunter auch der Cluster "Auditory Valley". Die Gewinner werden am 02. September bekannt gegeben.

Im Hintergrund von "Auditory Valley" steht die so genannte "Audiologie-Initiative" (AIN). Darin werden seit mehreren Jahren unter der Koordination des Oldenburger Kompetenzzentrums HörTech gGmbH die regionalen Expertisen in Wissenschaft und Wirtschaft gebündelt. Neben der HörTech gehören zum Cluster: das Hörzentrum Oldenburg, die Uni-versität Oldenburg, die Medizinische Hochschule Hannover, das Hörzentrum Hannover, die Leibniz Universität Hannover, die Fachhochschule Oldenburg, das Fraunhofer Institut, Cochlear Limited sowie die Industrieunternehmen SIEMENS, SENNHEISER, GN ReSound, KIND, PHONAK, AURITEC, WIDEX, OTOMETRICS, OTICON und EWE.

Yvonne Küchler | idw
Weitere Informationen:
http://www.hoertech.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Layouterfassung im Flug: Drohne unterstützt bei der Fabrikplanung
19.05.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Intelligente Industrialisierung von Rechenzentren
15.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie