Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aktuelles IT-Wissen mit iTunes U kostenlos aneignen und auffrischen

13.01.2009
Seit heute stellt das Hasso-Plattner-Institut (HPI) kostenlos neues Wissen der Informationstechnologie über die Plattform "iTunes University" von Apple bereit (http://itunes.hpi.uni-potsdam.de). Dort gingen heute zusammen mit dem HPI auch drei Elite-Universitäten als erste deutsche Anbieter von Lehrinhalten an den Start: die RWTH Aachen, die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und die Ludwig-Maximilians-Universität München.

Auf "iTunes U" waren bisher nur Vorlesungen und andere Aufzeichnungen von rund 200 Top-Hochschuleinrichtungen aus Nordamerika, Großbritannien und Irland verfügbar. Dazu gehören zum Beispiel US-Institutionen wie Stanford und das MIT, aber auch die britischen Universitäten Oxford und Cambridge. Zum Herunterladen der Lerninhalte und Dokumentationen in Deutsch und Englisch muss man nicht unbedingt Studierender sein - sie können weltweit von jedermann kostenlos genutzt werden.

"Vor allem in der schnelllebigen Hightech-Branche wird Weiterbildung immer wichtiger. Das wachsende Bedürfnis nach professionellem, branchenspezi-fischem Wissenstransfer kann durch solch innovative Plattformen wie iTunes U gut gestillt werden", erläuterte HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel die Beteiligung seines Instituts. Als Inhaber des Lehrstuhls "Internet-Technologien und -Systeme" gehört der 54-jährige Wissenschaftler zu den erfahrensten deutschen E-Learning- bzw. Tele-Teaching-Experten.

"Weil an lebenslangem Lernen kein Weg vorbeiführt, geben wir über unsere eigene Plattform www.tele-task.de schon seit Jahren jedem Interessierten kostenlos die Möglichkeit, sein IT-Wissen jederzeit und überall auf den neuesten Stand zu bringen", betonte Meinel. iTunes U schaffe nun eine ergänzende Möglichkeit, aktuelle Lernstoffe nach individuellem Bedürfnis auszuwählen, auf den Computer herunterzuladen und auf mobilen Geräten abzuspielen. Das HPI, von der Initiative "Deutschland - Land der Ideen" dreimal in Folge als "ausgewählter Ort" für Innovationen ausgezeichnet, stellte seinen iTunes U-Auftritt unter das Motto "Move IT".

HPI-Podcasts zeigen Lehrende mit ihrer Bildschirm-Präsentation
In seinem ständig wachsenden Bestand hat Deutschlands Exzellenzzentrum für IT-Systems Engineering bereits tausende von Lehrvideos von mehreren hundert Dozenten. Podcasts, also kurze thematisch abgeschlossene Vorlesungs-Abschnitte, stellen die Potsdamer Wissenschaftler seit Sommer 2007 ins Internet. Davon gibt es derzeit ebenfalls rund 2000. Sie zeigen - genau wie die Videos kompletter HPI-Vorlesungen - zusätzlich zum Vortragenden dessen Bildschirm- oder Tafel-Präsentation. Die neue Bild-im-Bild-Technik ist auf das kleine Display des iPods und anderer mobiler Video-Abspielgeräte angepasst. Bislang übertragen herkömmliche Lernvideo-Podcasts lediglich Bilder vom Redner selbst plus seine Sprache.
Jederzeit und überall Lernen - wenn Zeit und Lust dazu da sind
"Wer sich die Podcasts auf sein kleines, mobiles Abspielgerät lädt, kann sie dann im Bus, im Wartezimmer oder draußen im Park anschauen - immer, wenn Zeit und Lust dazu da sind", schildert Internet-Professor Meinel den Vorteil des flexiblen Lernens unterwegs. Die Inhalte können entweder einzeln heruntergeladen oder als laufender Kurs oder Vorlesungsreihe per Mausklick abonniert werden. Die iTunes U-Plattform lädt sie dann automatisch, sobald sie am HPI verfügbar sind. Das Abspiel- und Verwaltungs-Programm erstellt einen Ordner mit dem Namen Hasso-Plattner-Institut, in dem man seine IT-Inhalte findet. Diese können mit dem mobilen Gerät des Nutzers synchronisiert und somit auch unterwegs angeschaut werden - etwa zur gezielten Vertiefung vor Prüfungen oder zum Auffüllen von Wissenslücken.
Semantische Suche: Die passenden Lehrvideos im Internet finden
Wegen der rasant zunehmenden Nachfrage nach frischem, aktuellem Uni-Wissen in digitaler Form arbeitet das HPI intensiv an Techniken der semantischen Suche in Audio- und Video-Dateien. Damit soll künftig sogar das schnelle Auffinden einzelner, speziell interessierender Passagen aus aufgezeichneten Lehrveranstaltungen möglich gemacht werden. Zunächst aber, so ist es am HPI geplant, sollen sich die Nutzer der Tele-Task-Plattform auch untereinander vernetzen, über Inhalte austauschen und sich gegenseitig auf besonders Interessantes aufmerksam machen können.

Ein weiteres Zukunftsprojekt des Hasso-Plattner-Instituts ist "tele-task-TV". Es soll eine größere Gruppe als die ansprechen, die Inhalte lediglich am Computer oder auf einem mobilen Videoplayer ansehen wollen (so genannte "Lean forward"-Nutzer). "Künftig werden Informatik-Inhalte für den großen Fernseher im Wohnzimmer aufbereitet und über IP-TV ausgesendet. Mit diesem Lern-Fernsehen im Internet erreicht man auch den 'Lean-Back-User', also Menschen, die sich auf der Couch entspannen, aber noch etwas für Ihre Bildung tun wollen. Fernsehen wird also zum Lernsehen", prognostiziert Meinel.

Hans-Joachim Allgaier | idw
Weitere Informationen:
http://itunes.hpi.uni-potsdam.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Ein stabiles magnetisches Bit aus drei Atomen
21.09.2017 | Sonderforschungsbereich 668

nachricht Drohnen sehen auch im Dunkeln
20.09.2017 | Universität Zürich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften