Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Abbildung von Viren in 3D gelungen

13.01.2009
100 Mio. Mal höhere Auflösung als gängige Magnetresonanztomografie

Anzeige

Forschern von IBM Research ist es in Zusammenarbeit mit dem Center for Probing the Nanoscale an der Stanford University gelungen, ein dreidimensionales Bild eines Tabakmosaikvirus zu erstellen. Dazu haben sie ein Verfahren genutzt, das sehr stark der klassischen Magnetresonanztomografie (MRT) ähnelt.


Mit einer räumlichen Auflösung von vier Nanometern ist die Methode aber rund 100 Mio. Mal genauer als gängige MRT-Geräte, so die Wissenschaftler. Die Technologie soll insbesondere der Erforschung von nanobiologischen Strukturen dienen und somit der medizinischen Forschung zugute kommen.

"Diese Technologie wird revolutionieren, wie wir Viren, Bakterien, Proteine und andere biologische Elemente untersuchen", sagt Mark Dean, Vice President of Strategy and Operations bei IBM Research. Die IBM-Methode baut dabei auf schon seit den 1990ern bekannte Mikroskopie-Ansätze auf, die winzige Kräfte auf atomarer Ebene messen. "Was mich schon immer interessiert hat ist, ob wir die Idee auch dreidimensional umsetzen können", sagt Dan Rugar, IBM Research Manager of Nanoscale Studies, gegenüber der New York Times. Das ist jetzt mithilfe der Rasterkraftmagnetmikroskopie (magnetic resonance force microscopy, MRFM), bei der magnetische Kräfte gemessen werden, gelungen. Das Virus wurde auf einem winzigen Silizium-Messarm durch ein Magnetfeld geführt, um eine Serie von 2D-Messungen zu gewinnen. Mithilfe eines geeigneten Bildrekonstruktionsverfahren konnten die Forscher dann eine 3D-Abbildung erstellen.

Das resultierende 3D-Image des Virus ist praktisch ein MRT-Bild, nur mit einer viel feineren räumlichen Auflösung. Im Vergleich zur Elektronenmikroskopie bietet das "Nano-MRI" den Vorteil, biologische Proben weniger zu schädigen. Außerdem löst sie das Problem, dass das klassische MRT laut Rugar nur sehr begrenztes Potenzial für mikroskopische Anwendungen hat. "Wir hoffen, dass Nano-MRI uns auf die Dauer eine direkte Bildgebung der internen Strukturen einzelner Protein-Moleküle und ganzer Molekül-Strukturen ermöglichen wird. Das ist der Schlüssel dazu, biologische Funktionen zu verstehen", meint daher der Wissenschaftler.

Thomas Pichler | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.stanford.edu/group/cpn
www.research.ibm.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Robotics: Gesturing for control
24.05.2012 | The Agency for Science, Technology and Research (A*STAR)

nachricht Researchers take virus-tracking software worldwide
23.05.2012 | Ohio Supercomputer Center

Alle Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit


Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.

Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.

„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...

Im Focus: Widerspenstiges Quasiteilchen erzeugt


Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.

Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.

Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...

Im Focus: Licht lässt Partikel wachsen - Forscher entdecken neuen Mechanismus in der Atmosphäre


Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.

Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.

Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...

Im Focus: Abschreckung: Tabak signalisiert angreifenden Zikaden Verteidigungsbereitschaft


Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen

Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...

Im Focus: Erbgutkopie reist im Protein-Koffer


Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.

Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.

Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Energieversorger vor dem Umbruch

24.05.2012 | Studien Analysen

Stem-cell-growing surface enables bone repair

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Wissenschaft und Öffentlichkeit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp