Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

4,6 Millionen Euro für IT-Sicherheit in Niederbayern und der Oberpfalz

04.03.2010
Europäischer Fonds für regionale Entwicklung fördert Universitäten Passau und Regensburg sowie die Hochschule Regensburg
Ausbau der Forschung, Anwenderberatung und die Aus- und Weiterbildung stehen
im Mittelpunkt der "Kompetenzpartnerschaft IT-Sicherheit" in Niederbayern und der Oberpfalz. Die Europäische Union fördert das Gemeinschaftsprojekt der
Universitäten Passau und Regensburg sowie der Hochschule Regensburg im
Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 2,3
Millionen Euro, die gleiche Summe steuern die Projektpartner aus eigenen Mitteln bei.
Meilenstein für die IT-Region Niederbayern/Oberpfalz
"Für die beteiligten Partner, aber auch für die gesamte Region bedeutet dieses Projekt einen Meilenstein", betonen Professor Dr. Walter Schweitzer, Präsident der Universität Passau, Professor Dr. Thomas Strothotte, Rektor der Universität Regensburg, und Professor Dr. Josef Eckstein, Präsident der Hochschule Regensburg, bei der Vorstellung des Projekts am Mittwoch in Passau. "Das Forschungsprojekt ist ein Gewinn für Niederbayern und die Oberpfalz. Mit den Schwerpunkten High Tech, Innovation und Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft hilft es, unseren IT-Standort im internationalen Wettbewerb zu stärken", bekräftigt Heinz Grunwald, der niederbayerische Regierungspräsident bei der Übergabe des Förderbescheids.

"In der Forschung werden wir in Kooperation mit Industriepartnern neue Fragestellungen identifizieren und bedarfsgerechte Entwicklungen anstoßen", erläutert Professor Dr. Hermann de Meer von der Universität Passau. Die produktive Zusammenarbeit mit kleinen und mittelständischen IT-Unternehmen aus der Region im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie die IT-Sicherheitsberatung stehen dabei im Mittelpunkt. Die "Kompetenzpartnerschaft IT-Sicherheit" sorgt mit ihren Teilprojekten dafür, dass IT-Infrastrukturen von kleinen und mittelständischen Unternehmen insgesamt stabiler, energieeffizienter und sicherer werden. De Meer: "Dies ist ein wichtiger Punkt, da die Sicherheit von Firmennetzwerken und darin gespeicherter vertraulicher Daten (wie etwa Kundendaten) aufgrund der Zunahme von Schadprogrammen zu einem immer größeren Problem wird."

Drei starke Partner bringen ihre Kompetenzen ein
Die Projektpartner der Universität Regensburg untersuchen organisatorische und wirtschaftsinformatische Aspekte. Forschungsschwerpunkte der Universität Passau werden unter anderem die Sicherheit dynamischer Netzwerke (etwa beim Surfen im Internet mit Mobiltelefonen) sowie autonome Systeme und deren Energieeffizienz (etwa bei Sensornetzwerken zur Überwachung von Lawinen- oder Waldbrandgefahr) sein.
IT-Anwenderzentrum in Regensburg und IT-Security-Labor in Passau
"An der Hochschule Regensburg werden wir uns ebenfalls an diesen Arbeitsthemen beteiligen und werden sie vor allem durch direkten Anwenderbezug ergänzen", sagt Professor Dr. Athanassios Tsakpinis vom Competence Center Software Engineering der Hochschule Regensburg. Konkret geplant ist dort der Aufbau eines IT-Anwenderzentrums und die Einrichtung eines IT-Security Labors an der Universität Passau. Hier können Sicherheitslösungen in einer kontrollierten Umgebung getestet und demonstriert werden.
Zielgruppenspezifische Weiterbildungsformate
Den dritten Bereich neben Forschung und Anwendung bildet die Aus- und Weiterbildung, in deren Rahmen zielgruppenspezifische Veranstaltungen, Kurse, Weiterbildungsprogramme und Konzepte für Studiengänge erarbeitet werden sollen. Konkrete Projekte sind hierbei der Aufbau einer Tele-Teaching-Infrastruktur sowie einer E-Learning-Umgebung, die Erstellung von Konzepten für akademische Ausbildung und berufliche Weiterbildung sowie die Durchführung von Konferenzen für Wissenschaft und Mittelstand. "Mit Tele-Teaching und E-Learning-Angeboten können gerade kleine und mittelständische Unternehmen ihre Mitarbeiter von Weiterbildungsangeboten kostenlos profitieren lassen, ohne dass weite Anfahrtswege oder lange Abwesenheitszeiten anfallen", betont Professor Dr. Hannes Federrath, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik 4 an der Universität Regensburg.

Für die IT-Sicherheit in Niederbayern und der Oberpfalz bedeutet dieses Groß-Projekt bis Mitte 2015 einen massiven Entwicklungsschub. Das Gesamtvolumen des Projekts umfasst ca. 4,6 Mio. Euro bei einer Laufzeit von knapp sechs Jahren. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fördert die "Kompetenzpartnerschaft IT-Sicherheit" - bestehend aus den Universitäten Passau und Regensburg sowie der Hochschule Regensburg - mit rund 2,3 Mio. Euro. Weitere 2,3 Millionen Euro tragen die drei Projektpartner.

Hintergründe zum Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)
Für das Programm Bayern 2007 bis 2013 aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Ziel "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" stehen EU-Mittel in Höhe von insgesamt 576 Mio. Euro zur Verfügung. Damit sollen insbesondere die Förderung der Schaffung gleichwertiger Lebens- und Arbeitsbedingungen und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit erreicht werden. Mit der Bereitstellung von Mitteln für das Projekt "Kompetenzpartnerschaft IT-Sicherheit" trägt der EFRE dabei insbesondere zu Innovation und wissensbasierter Wirtschaft bei.
Hinweis an die Redaktionen:
Rückfragen zu dieser Pressemitteilung richten Sie bitte an die jeweiligen Pressestellen oder an die jeweiligen fachlichen Ansprechpartner:

Universität Passau: Professor Dr. Hermann de Meer, Lehrstuhl für Rechnerkommunikation und Rechnernetze an der Universität Passau, Tel. 0851 509-3050

Universität Regensburg: Prof. Dr. Hannes Federrath, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik 4 an der Universität Regensburg, Tel. 0941 943-2870

Hochschule Regensburg: Prof. Dr. Athanassios Tsakpinis, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Regensburg, Tel. 0941 943-1315.

Thoralf Dietz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-passau.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Ergonomie am Arbeitsplatz: Kamera erkennt ungesunde Bewegungen
24.04.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht TU Ilmenau entwickelt Chiptechnologie von morgen
20.04.2017 | Technische Universität Ilmenau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie