Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

3D Kamera ermöglicht Robotern künftig eine "bessere Sicht"

27.05.2010
Technikon: EU-Forschungsprojekt TACO gestartet

Das Europäische Forschungsprojekt TACO beschäftigt sich mit der Entwicklung einer neuartigen 3D Kamera, welche Robotern eine "menschenähnliche Wahrnehmung der Welt" ermöglichen soll.

Das TACO Projekt wird aktuellen und zukünftigen Robotergenerationen einen wesentlich besseren Überblick, als auch ein gesteigertes Verständnis für ihre Umgebung ermöglichen. Dadurch werden sich viele innovative Optionen für die Anwendung von Robotern eröffnen - Roboter könnten täglich mit Menschen interagieren und eine breite Palette an unterschiedlichen Aufgaben übernehmen, wie z.B. Reinigung, Bau, Wartung, Sicherheit oder persönliche Unterstützung.

Dem menschlichen Auge nacheifernd

Im Moment ist das Sehvermögen der meisten Roboter nicht gut genug, um sein Umfeld tatsächlich zu verstehen, was auch aus der Unfähigkeit des Roboters resultiert, die Sammlung von Daten über sein Umfeld zu steuern oder zu kontrollieren. Die Information, die ein Roboter über sein Umfeld erhält und verarbeitet, ist meist unregelmäßig und von unzureichender Qualität.

Das menschliche Visualisierungssystem verhält sich anders, da das Sichtfeld des Auges meist auf Elemente in unserer Umgebung konzentriert wird, die wir als interessant und/oder wichtig empfinden. Das könnte ein Ball sein, der die Straße entlang rollt während wir mit dem Auto fahren, oder der Becher Kaffee, den wir im Begriff sind, mit unseren Händen zu fassen. In beiden Fällen bewegt sich unser Auge, um einen visuellen Eindruck von diesem wichtigen/interessanten Objekt in der bestmöglichen Qualität zu bekommen.

Die Kamera, die im Laufe des TACO Projekts entwickelt wird, wird versuchen, das menschliche Auge in dieser Hinsicht zu imitieren - insbesondere den Prozess des permanenten "Absuchens" unserer Umgebung nach den Elementen unseres Umfeldes, die wir als wichtig oder interessant empfinden, und die darauffolgende Darstellung dieses Elements in deutlich besserer Qualität als die weniger interessanten umliegenden Bereiche. Dieser Prozess wird in der Illustration oben dargestellt.

Unter der Anwendung von menschlichen Wahrnehmungsprinzipien kann die 3D Kamera Daten mit weitaus höherer Qualität produzieren, ohne gleichzeitig den Gesamt-Datenumfang, den der Roboter verarbeiten muss, zu erhöhen. Die Kamera wird sogar in der Lage sein, Informationen über etwas zu liefern, wozu das menschliche Auge nicht im Stande ist - akkurate Informationen über die Entfernung zu jedem Punkt im Visualisierungsbereich. Diese Funktion hilft dem Roboter, sich in unserer unstrukturierten Welt zurechtzufinden. Ein Roboter wird eher in der Lage sein, eine Tasse zu greifen, von der er weiß, dass sie 52 cm entfernt steht, als eine Tasse, von der er weiß, dass sie sich "eher rechts im Visualisierungsbereich" befindet.

Die TACO Kamera wird hauptsächlich mit Hilfe zweier Technologien realisiert: Flexible, günstige und robuste Hardware basierend auf Laser Scanning Technologie auf der einen Seite, und Software zur ultra-schnellen Objekterfassung und zur Steigerung des Umweltbewusstseins auf der anderen Seite. Die Forschung und Entwicklung wird von einem Konsortium durchgeführt, welches aus vier Forschungsunternehmen, zwei Industrieunternehmen und einer Universität besteht. Diese europäischen Partner kommen aus Österreich, Großbritannien, Deutschland und Norwegen. Die Kernkompetenzen der Konsortiums-Mitglieder sind sehr vielseitig und reichen von der Entwicklung der erforderlichen Hard- und Softwarekomponenten über die Bereitstellung der Testumgebung bis hin zur Erfahrung im Bereich der internationalen Projektkoordination.

Über TACO
TACO (Three-dimensional Adaptive Camera with Object detection and foveation) ist ein im Rahmen des 7. Rahmenprogramms durch die Europäische Union co-finanziertes Forschungsprojekt. Das Projekt startete im ersten Quartal 2010 unter der Führung der Technikon Forschungsgesellschaft mbH, mit einer Laufzeit von 36 Monaten.

Die Projektpartner im TACO-Projekt: Technikon Forschungs- und Planungsgesellschaft mbH (AT), Shadow Robot Company Limited (UK), Oxford Technologies LTD (UK), TU Wien (A), Fraunhofer Germany (DE), Stiftelsen SINTEF (N), und die CTR Carinthian Tech Research AG (AT).

Kontakt:

TECHNIKON Forschungsgesellschaft mbH
Kontakt: Klaus-Michael Koch
E-mail: coordination@taco-project.eu
Telefon: +43 4242 233 55 -0
Fax: +43 4242 233 55 -77

Dr. Klaus-Michael Koch | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.taco-project.eu

Weitere Berichte zu: Forschungsgesellschaft Roboter TACO Technikon

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Diagnose per Computer: Gefährliche Krankheitserreger mithilfe maschinellen Lernens erkennen
23.05.2018 | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Frühwarnsystem RAWIS in Katastrophenübung mit THW final getestet
23.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Was einen guten Katalysator ausmacht

24.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Superkondensatoren aus Holzbestandteilen

24.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Schaltschrank-Plattform für die Energiewelt

24.05.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics