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Dass in jeder Krise eine Chance steckt, ist mehr als eine Binsenweisheit. Auf der HANNOVER MESSE 2009 wird dies vor allem in Halle 2 zu beobachten sein. Die Research & Technology verzeichnet eine außergewöhnlich starke Nachfrage, besonders auch aus dem Ausland.
Genau jetzt, so scheint die Devise, ist der Zeitpunkt, um zu forschen, neue Technologien zu entwickeln und die Ergebnisse auch zu vermarkten. Neue Aussteller in diesem Jahr sind etwa The Technology Partnership aus Großbritannien, Centros Teconlógicos de Espana oder das Paul Scherrer Institut aus der Schweiz.
VISION 2050 - Ideen für die Industrie von morgen
Ein neuer Publikumsmagnet auf dem Innovationsmarkt für Forschung und Entwicklung in diesem Jahr lautet VISION 2050: Dort entwerfen Forschungseinrichtungen und Unternehmen gemeinsam Ideen für die Industrie von morgen. Themen sind etwa die mobile Gesellschaft in 40 Jahren, Automotorentechnik in allen Lebensbereichen, Blockkraftwerk für Jedermann, "Car-to-Car"-Kommunikation, Szenarien aus der Lebens-, Wohn- und Arbeitswelt von morgen, Energiespeicher Methan oder biologischer Wasserstoff.
Fraunhofer-Gesellschaft umfangreich präsent
Eine besondere HANNOVER MESSE wird es dieses Jahr für die Fraunhofer-Gesellschaft. Sie feiert ihr 60-jähriges Bestehen und präsentiert sich in verschiedenen Themenbereichen der Messe - mit Hauptaugenmerk auf der Research & Technology. Die Fraunhofer-Fabrik ist zentrales Thema in Halle 2. Der Schwerpunkt liegt im Bereich Produktion, das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik IPT aus Aachen stellt dabei die Ressourceneffizienz in den Mittelpunkt.
Am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand Adaptronik in Halle 2 zeigen die Wissenschaftler, wie adaptronische Bauteile durch den Einsatz neuer Materialsysteme noch kostengünstiger werden. Das macht sie interessant für alle Bereiche, in denen Schwingungskontrolle - und damit weniger Lärm - gefragt ist.
In Halle 13 steht für Fraunhofer das Thema Energie im Mittelpunkt. Am Gemeinschaftsstand Energie zeigen Forscher am Prototypen einer neuen Biogasanlage, wie sich Reststoffe - etwa Abfälle aus Maisstroh - energetisch verwenden lassen. Reststoffe werden so zu Wertstoffen. Ein weiterer großer Bereich ist das Thema E-Energy, auch Internet der Energie genannt. Ein intelligentes Stromnetz soll künftig Erzeuger und Verbraucher enger verknüpfen - so lässt sich Energie sparen. Dazu kommen Energiespeicher für Wind und Sonnenenergie sowie die Elektromobilität. Neben elektrischer Energie- und Antriebstechnik forscher die Wissenschaftler auch an elektrischen Energiespeichern und Netzintegration.
Am Gemeinschaftsstand "Fraunhofer-Netzwerk Windenergie" in Halle 27 steht die Windkraft im Mittelpunkt. Anlagenbauer, Produktionstechniker, Entwickler von zerstörungsfreien Prüfverfahren und Mathematiker, die die Stromausbeute simulieren, arbeiten in interdisziplinären Teams daran, den gesamten Lebenszyklus einer Windkraftanlage zu erfassen und zu optimieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den verschiedenen Prüfverfahren.
Auch bei der Oberflächentechnik können die Forscher mit neuen Ergebnissen aufwarten: Am Gemeinschaftsstand Oberflächen zeigen Forscher an einem Auto, wie vielseitig und praktisch Oberflächenbeschichtung sein kann. Die neuen Oberflächen sind weniger korrosionsanfällig, kratzfest, sauber und bieten blendfreie Sicht.
Simulation in der Produkt- und Prozessentwicklung steht im Mittelpunkt des Fraunhofer-Gemeinschaftsstandes Simulation in Halle 17. Moderne Superrechner simulieren Produkte und Herstellungsverfahren heute in Minuten. Reale Tests - etwa Crashtests - reduzieren sich auf ein Minimum, das spart Kosten, und die Produktentwicklungszeiten verkürzen sich.
TU Dresden - Leichtbaulösungen aus einer Hand
Innovative Strukturbauteile hoher Funktionsintegration präsentiert das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der Technischen Universität Dresden auf der HANNOVER MESSE. Das ILK demonstriert damit seine Leistungsfähigkeit bei der durchgängigen Entwicklung und Herstellung von Leichtbauprodukten aus modernen faser- und textilverstärkten Verbundwerkstoffen. Dabei werden vor allem die Chancen zur nachhaltigen Ressourcenschonung und zum Klimaschutz speziell im Bereich Mobilität aufgezeigt. Insbesondere auf diesem Sektor sieht Professor Dr.-Ing. habil. Werner Hufenbach, Direktor des Institutes für Leichtbau und Kunststofftechnik, einen Schwerpunkt aktueller Werkstoff-, Produkt- und Technologieentwicklungen. Auch auf dem Gebiet des allgemeinen Maschinenbaus lassen sich die materialeffizienten Leichtbaulösungen des ILK nutzen. So werden etwa Faserverbund-Bauweisen für hoch beanspruchte CFK-Antriebskomponenten vorgestellt, die sich durch ein Höchstmaß an Modularität auszeichnen.
Dr. André Wejwoda, Koordinator 'Forschung für die Zukunft' der TU Dresden: "Die Technische Universität Dresden beteiligt sich seit 1991 ohne Unterbrechung an der HANNOVER MESSE. Nach wie vor zählt für uns die Präsentation im Bereich Forschung und Entwicklung in Halle 2 zu den Höhepunkten des Messejahres. Ganz besonders schätzen unsere Aussteller die breiten Synergieeffekte, die sich aus den parallel stattfindenden 13 Leitmessen ergeben. Auf keiner anderen Messe entstehen für uns so viele tragfähige und breit gefächerte Kontakte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft wie in Hannover."
Ein weiterer Schwerpunkt des ILK ist die Entwicklung von ressourcenschonenden Fertigungsprozessen zur großserienfähigen Herstellung innovativer Leichtbauprodukte. Jüngste seriengerechte Entwicklungen sind etwa vollautomatisierte Heißpresstechnologien zur Fertigung hochkomplexer lang- und endlosfaserverstärkter Thermoplastbauteile sowie eine neuartige Flechttechnologie zur Herstellung belastungsgerechter Mehrkammerprofile. Diese Profile, etwa aus glasfaserverstärktem Polypropylen, können nicht nur als Strukturbauteil, sondern gleichzeitig auch zur Energiespeicherung eingesetzt werden.
Die Schirmherrschaft für die Research & Technology hat die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, inne.
Katja Havemeister | Quelle: Deutsche Messe AG
Weitere Informationen: www.hannovermesse.de
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Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst
Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...
Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.
Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.
Das System ...
Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.
Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.
Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...
Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.
Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
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