Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltneuheit: 3D-Druck mit ganz normalem Kunststoff

26.02.2015

Als Exklusivpartner der neuen Additive Manufacturing Plaza führt Arburg seine Innovation vor: das Kunststoff-Freiformen. Kein Werkzeug, kein Abfall – die Maschine braucht lediglich Strom, 3D-CAD-Daten und gewöhnliches Kunststoffgranulat.

Der Spritzgussspezialist Arburg hat ein eigenes Verfahren zum additiven Aufbau von Kunststoffbauteilen entwickelt: das Kunststoff-Freiformen. Eine Maschine kann dabei ohne Werkzeug individuelle und voll funktionsfähige Bauteile aus kleinsten Kunststoff-Tropfen aufbauen – direkt aus den elektronischen Daten der Konstruktion (3D-CAD).

Wie das neue Verfahren funktioniert, demonstriert der Maschinenhersteller aus Loßburg als Exklusivpartner der Additive Manufacturing Plaza. „Bei der Sonderschau präsentieren wir nicht nur unseren Freeformer und die Technologie des Arburg-Kunststoff-Freiformens (AKF), sondern im Rahmen einer kompletten Prozesskette mit Industrie-4.0-Technologien das Zusammenspiel von additiver Fertigung und Spritzgießen“, erläutert Heinz Gaub, Geschäftsführer Technik bei Arburg.

Die neue Maschine braucht lediglich eine Steckdose, 3D-CAD-Daten und herkömmlichen Kunststoff. Dieses sieht Gaub als „großen Pluspunkt“. Denn Kunststoff-Standardgranulate seien nicht nur schnell zu beschaffen, sondern um ein Vielfaches günstiger als Spezialmaterialien.

Mit AKF lassen sich laut Arburg auch funktionsfähige Zwei-Komponenten-Teile herstellen, die sich mit anderen additiven Fertigungsverfahren nicht produzieren lassen. Ein Beispiel ist eine Klammer in einer Hart-weich-Verbindung aus Acrylnitril-Butadien-Styrol sowie thermoplastischem Elastomer, die sich reversibel verdrehen lässt. Zudem produziert der Freeformer so gut wie keine Emissionen, Abfall oder Staub. Auf Absauganlagen kann deshalb verzichtet werden.

Als Anwender des Kunststoff-Freiformens sieht Arburg vor allem Kunststoffverarbeiter, die Qualitätsteile einzeln oder in variantenreichen Kleinserien produzieren wollen. Das System sei aber auch interessant „für Prototypenbauer, Konstrukteure, Produktentwickler und Rapid-Manufacturing-Dienstleister, die zum Beispiel schnell ein neues Bauteil oder Funktionsmuster benötigen“, so Heinz Gaub. Auch die anwenderspezifische Individualisierung von Großserienteilen aus Kunststoff sei möglich.

Als weiteres Argument bezeichnet Gaub die Tatsache, dass sich Arburg-Kunden mit dem System „die additive Fertigung in ihr Unternehmen holen und damit flexibler sind“. Ein Beispiel dafür sei die Neuentwicklung von Produkten direkt aus 3D-CAD-Daten: Konstruktive Änderungen lassen sich sofort in die nächste Generation eines Prototyps oder Serienprodukts einbauen. Funktionsmodelle müssen nicht von Zulieferern bezogen werden. Das Knowhow bleibt im Unternehmen.

Zudem lassen sich Bauteile tagesaktuell nach Bedarf produzieren. Laut Arburg fertigt die Maschine sogar eigene Komponenten wie das Gehäuse ihres Hauptschalters. „Das macht sich nicht nur in der laufenden Produktion bemerkbar, sondern auch beim Thema Ersatzteil-Verfügbarkeit für ältere Produkte“, erklärt Heinz Gaub. Auf das langjährige Vorhalten von Werkzeugen könne komplett verzichtet werden. Entsprechend stark reduzierten sich die Lagerhaltung und gegebenenfalls der Logistikaufwand. Denn wird ein Teil genau dort produziert, wo es gebraucht wird, fallen Transportkosten und -zeiten weg.

Newsletter-Service | Deutsche Messe AG Hannover
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie