Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

UDE: Wissenschaftler auf der Hannover Messe - Technologien der Zukunft

27.03.2014

Wie wird die Industrie der kommenden Jahre aussehen? Welche technischen Möglichkeiten gibt es? Und was macht eine Fabrik zur „smart factory“, also zur intelligenten, sich selbst organisierenden Fabrik?

Fragen wie diese werden in den kommenden Tagen auf der Hannover Messe unter dem Leitthema „Integrated Industry – next steps“ beantwortet. Vom 7. bis zum 11. April kommen Entscheider aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen; alles dreht sich darum, den nächsten Schritt zu machen. Auch die Universität Duisburg-Essen (UDE) stellt hier neue Konzepte vor. 

Überall wird daran gearbeitet, Produktionsprozesse mit höchster Flexibilität zu ermöglichen. Die nächsten Schritte in Richtung intelligente Fabrik werden auf der Hannover Messe aus allen Blickwinkeln und von allen Disziplinen beleuchtet – von  Massivumformung bis Nanotechnologie.

Genau zu letzterem Thema präsentiert sich der Lehrstuhl für Technische Chemie I am Stand des NRW-Innovationsministeriums. Prof. Stephan Barcikowski und sein Team stellen dort ihre Forschungsaktivitäten im Bereich Enthüllte Nanopartikel vor. Diese erweisen sich als vielseitige Bausteine für neuartige Materialien – im Gebiet der Biomedizin etwa lassen sich die Partikel mit funktionalisierten Biomolekülen verbinden.

Das hochreine Nanomaterial stellen die UDE-Chemiker mittels Laserstrahlen in einer wässrigen oder organischen Lösung her – in einer großen Vielfalt und als Alternative zu herkömmlichen Verfahren.

Reine Nanopartikel  lassen sich zudem besonders gut in Hydrogele einbinden, die bioaktive Ionen über die Zeit abgeben – interessant vor allem in den verschiedensten medizinischen Bereichen. Zudem stellen die Wissenschaftler ein Verfahren vor, mit dem sich Nanopartikel besonders gut auf Oberflächen ablagern lassen.

So können diesen verschiedene Eigenschaften zugewiesen werden. Das hochreine Material kann etwa als Katalysator dienen, zur grünen Energiegewinnung aus Wasserspaltung (Wasserstoff) oder zur Speicherung von Energie genutzt werden. 

Ebenfalls auf der Hannover Messe vertreten ist das Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZTB). Als eines der führenden deutschen Forschungszentren für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie präsentiert das ZBT innovative Arbeiten aus den Bereichen Elektrolyse, Methanisierung, Gasprozesstechnik, Batterien und Brennstoffzellen. Themenschwerpunkte in diesem Jahr sind Technologien für die Energiewende und Energiespeicher.

Denn insbesondere die effiziente Speicherung großer Kapazitäten erneuerbarer Energie stellt eine der Schlüsseltechnologien der Energiewende dar. Das ZTB zeigt dazu als Highlight der Messe eine 0,7 Quadratmeter große Bipolarplatte als Prototyp. Sie ist eine der wichtigsten Komponenten für den Speicher von großen Energiemengen in stationären Batteriesystemen. Hergestellt wurde die Platte  kostengünstig aus Kunststoff.

Im Bereich Elektromobilität präsentiert das ZBT außerdem kompakte Brennstoffzellen-Speicher mit metallischen Bipolarplatten. Sie erhöhen die Reichweite von Elektrofahrzeugen und demonstrieren, wie hocheffiziente Langstrecken-Elektromobilität via Brennstoffzelle funktionieren kann.

Standorte: Innovationsland NRW, Halle 2, Stand C32 (Enthüllte Nanopartikel) und Halle 27, Stand E40 (ZBT) 

Weitere Informationen:

Prof. Dr.-Ing. Stephan Barcikowski , Tel. 0201/183-3150  stephan.barcikowski@uni-due.de; Dr.-Ing. Jörg Karstedt, Tel. 0203/7598-1178, j.karstedt@zbt-duisburg.de 

Redaktion: Isabelle De Bortoli, Tel. 0203/379-2430

Isabelle De Bortoli | Universität Duisburg-Essen (UDE)
Weitere Informationen:
http://www.uni-due.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik